Die grosse Schweizer ICT-Leistungsschau

Hardware

Der Cloud-Boom und die zunehmende Digitalisierung ist nicht nur für die IT-Service-Anbieter ein gutes Geschäft. Auch die Hardware-Lieferanten können gut von diesen Trends leben. Schliesslich benötigen die Rechenzentren, die im ganzen Land wie Pilze aus dem Boden schiessen, Server- und Speicherkapazitäten.
So konnten die von den Top-500-Firmen in diesen beiden Geschäftsbereichen erwirtschafteten Umsätze auch 2018 die 2-Milliarden-Franken-Marke erreichen. Bei den Server-Herstellern gehören Hewlett Packard Enterprise (HPE), Dell EMC und IBM zu den wichtigsten Playern, während bei den Storage- und Massenspeicher-Lieferanten Dell EMC, HPE und NetApp führend sind.
Quelle:

Computerworld

Zufriedene Gesichter sind daher auch bei den Hardware-Lieferanten auszumachen, die 2018 als gutes Jahr in Erinnerung haben. «Man konnte ein starkes Wachstum mit vielen Investitionen in die Digitalisierung der Wertschöpfung und auch in die Modernisierung der IT-Infrastruktur feststellen», berichtet etwa Carlo Giorgi, Managing Director von HPE Schweiz.
Thonüs von Dell EMC sieht hierbei besonders den Bereich der Hyperconverged Infrastructure als Wachstumsmotor, also bei IT-Infrastrukturen, die von einer Software-zentrierten Architektur geprägt sind und bei der verschiedene Hardware-Komponenten besonders eng zusammenspielen.
«Im letzten Jahr hat der Markt für hyperkonvergente Systeme um knapp 15 Prozent zugelegt», berichtet Thonüs und ergänzt, dass immer mehr Schweizer Firmen sich für eine schlüsselfertige IT-Lösung
interessierten, die «Cloud-ready» sei. In diesem Zusammenhang beobachtet Thonüs in der Schweiz einen grossen Trend zur Vendor-Konsolidierung.
«Viele Unternehmen möchten einen IT-Supplier, der ihnen die gesamte Infrastruktur sowie entsprechende Services bereitstellt», sagt er folglich.Aber auch jenseits der Data Center werden neue Möglichkeiten für die Branche ausgemacht.
HPEs Giorgi denkt hier besonders an Lösungen im Bereich des Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). «Auch ausserhalb der Rechenzentren, also in Fahrzeugen, Fabriken, Krankenhäusern und Stadien, entstehen immer mehr Daten, die für die Prozessoptimierung und neue digitale Dienste genutzt werden», beobachtet er. «Hier steckt ein grosses Wachstumspotenzial für die Zukunft», lautet daher seine Prognose.

Hierbei spielt ihm zufolge auch künstliche Intelligenz (KI) eine immer wichtigere Rolle. «Immer mehr Unternehmen analysieren Daten mithilfe von KI und Edge-Infrastruktur direkt am Entstehungsort, um komplexe Probleme schnell zu beheben, Prozesse in Echtzeit zu steuern und bessere Kundenerfahrungen zu ermöglichen», führt Giorgi weiter aus.


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