Firmen-Chat 18.12.2017, 06:43 Uhr

WhatsApp in der Unternehmenskommunikation

Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp ist auf fast jedem Smartphone installiert. Die Alternative zum klassischen SMS zählt auch in der Schweiz längst zum Chat-Standard (Marktanteil 68,7 Prozent). Der internetbasierte Messaging-Dienst wird dabei jedoch nicht nur privat, sondern immer häufiger auch geschäftlich genutzt. Inwieweit kann WhatsApp in der Geschäftssprache sinnvoll eingesetzt werden.
WhatsApp dient nicht nur dem familiären Chat-Vergnügen. Es kann auch ein nützliches Werkzeug für die Firmenkommunikation sein
(Quelle: zvg)
Von Flavio Di Giusto und Patrik Scherler*

Immer mehr Unternehmen, auch aus der Schweiz, setzen auf die WhatsApp-Kommunikation, denn sie können diese Applikation kostenfrei nutzen. Seinen Erfolg verdankt die Applikation insbesondere seiner weltweiten Ausbreitung und hohen Nutzungsintensität, ausgelöst durch die einfache, intuitive Bedienung und einen Mangel an geeigneten Instant-Chat-Alternativen. Firmen nutzen daher WhatsApp auch als Kanal ihrer Unternehmenskommunikation. Doch welche Möglichkeiten bestehen in der geschäftlichen Nutzung von WhatsApp, und welche Regeln müssen dabei beachtet werden?

WhatsApp-Rahmenbedingungen

Bereits bei der Wahl von Profilbild und Statusanzeige des betrieblichen WhatsApp-Accounts, muss auf ein Mindestmass an Seriosität geachtet werden, und zwar unabhängig davon, ob es sich um einen betrieblichen oder mitarbeiterbezogenen WhatsApp-Account handelt. Es gilt sich vor Augen zu führen, dass auch Vorgesetzte, Kollegen und Kunden darauf Einsicht haben. Daher ist von «im professionellen Umgang unangebrachten Inhalten» im Profilbild oder Status abzusehen. Aus Datenschutzgründen sollten zeitkritische Meldungen, personenbezogene Daten oder betriebliche Unterlagen nicht über WhatsApp, sondern immer im persönlichen oder telefonischen Gespräch kommuniziert werden.
Folgende fünf Nutzungsmöglichkeiten sind denkbar: Interne Kommunikation, Chat mit Stellensuchenden, CRM-Kampagne, Kundenservice-Kanal und Sharing Button für soziale Medien.
* Flavio Di Giusto ist wissenschaftlicher Mitarbeiter, Patrik Scherler Dozent am Zentrum für Innovative Didaktik an der School of Management and Law der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW)


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