18.03.2013, 10:51 Uhr

Gibt es schlechte Quartiere im Internet?

Ein holländischer Forscher hat die Internet-Provider der Welt untersucht und herausgefunden, dass es punkto Spam und Malware richtig gehende gefährliche Viertel gibt.
Es gibt ISP, die regelrechte «No Go Areas» sind
Denn von den 42'201 untersuchten, weltweit tätigen ISP (Internet Service Provider) könnten 50 Prozent der Übeltaten in Sachen Spam, Phishingund und ##{"type":"InterRed::Userlink","linktype":"b","linkoffset":0,"ziel_ba_name":"cwx_artikel","bid":0,"cid":0,"extern":"","fragment":"","t3uid":"62667","page":0,"text":"Viren-verseuchten Mails","target":"_top","alias":"","_match":"","_custom_params":[]}#! in gerade einmal 20 Netzwerke zurückverfolgt werden. Somit können schlechte Quartiere im Internet definiert werden, die wiederum in Sicherheitssoftware eine besondere Beachtung finden könnten. Die Untersuchung Internet Bad Neighbourhoodswurde von Giovane César Moreira Moura an der niederländischen Universät in Twente durchgeführt. Viele der ISP, welche Spammer und Hacker eine Heimstatt gewähren, sitzen in Indien, Vietnam und Brasilien. Eine der übelsten Internet-Viertel liegt laut dem Wissenschaftler in Nigeria. Beim ISP Spectranet sind 62 Prozent aller Adressen damit beschäftigt, Spam zu verschicken. Daneben hat Moreira Moura regionale Vorlieben ausmachen können. So stammen die meisten Phishing-Angriffe aus den Netzen von ISP aus den USA. Spammer scheinen sich dagegen bei asiatischen ISP besonders wohl zu fühlen. Hier sei etwa die indische BSNL besonders attraktiv. Allerdings verweist der Wissenschaftler darauf, dass die verwendeten ISP noch nichts über den Ursprung der Malware- und Spam-Attacken aussagt. Denn die Cyberkriminellen operierten oft über zuvor gekaperte, ortsfremde PC. Eine Antwort, warum gewisse ISP eher kriminelle Handlungen zulassen als andere, gibt der Report nicht direkt. Sinn der Untersuchung sei es, den Herstellern von Sicherheitssoftware Informationen zu liefern, um künftigt dem Verkehr aus bestimmten Gegenden mit spezieller Vorsicht begegnen zu können, schreibt der Studienautor.


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