Dell «cloudifiziert» das Rechenzentrum

AWS hatte mit Outposts vorgelegt

Die Idee einer friktionslosen Anbindung der In-House-Infrastruktur an die Cloud ist nicht neu. Schon seit geraumer Zeit fordern Cloud-Anwender, dass das Konzept von Multi-Cloud-Lösungen nicht nur die Nutzung verschiedener Cloud-Plattformen enthalten darf, sondern insbesondere auch die Einbindung der hausinternen Infrastruktur ermöglichen muss. AWS hat hierzu im vergangenen Dezember sein Outposts-Angebot vorgestellt, bei dem Amazon eigene Hard- und Software beim Kunden installiert und betreibt, mit der sich dann die Anwendungen ebenfalls nahtlos hin-und-her verschieben lassen, und die Abrechnung ebenfalls verbrauchsabhängig ist.
VMware-Chef Pat Gelsinger sieht in der «VMware Cloud on Dell EMC» eine Erweiterung des Rechenzentrums um die Cloud
Quelle: Harald Weiss
Was das neue Dell-, beziehungsweise Microsoft-Angebot angeht, so schienen die rund 15'000 Teilnehmer der Veranstaltung in Las Vegas sehr begeistert, denn die Präsentationen wurden mit lautstarkem Applaus begleitet. Sascha Meier, Field-CTO bei Dell in der Schweiz, sagte im Gespräch mit Computerworld, dass dieses Angebot für viele seiner Schweizer Kunden hochinteressant sei. «Alle grossen Schweizer Unternehmen haben Cloud Computing schon seit geraumer Zeit adaptiert. Derzeit findet bei vielen Banken eine weitreichende Rechenzentrumsmodernisierung mit Office 365 und einer damit einhergehenden verstärkten Nutzung der Azure-Plattform statt. Da kommt unser Angebot genau zum richtigen Zeitpunkt», sagt er über die Situation im Schweizer Markt. Seiner Einschätzung nach haben inzwischen 85 Prozent der Kunden bereits eine Multi-Cloud-Strategie. «Mit unserem Konzept von Edge-Core-Cloud erleben wir eine sehr grosse Resonanz, vor allem bei den Telkos und in der Industrie, denn neue Technologien werden bei uns hier wesentlich schneller adaptiert, als es in vielen anderen Ländern der Welt der Fall ist», lauten seine Erfahrungen mit den Schweizer Dell-Kunden.


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