Dell «cloudifiziert» das Rechenzentrum

Eine echte, nahtlose Hybrid Cloud

«Wir haben das Software-defined-Datacenter um die Cloud erweitert», erklärte VMwares CEO Pat Gelsinger in seiner Keynote das neue Konzept. Richtiger wäre es zu sagen, dass man das eigene Rechenzentrum zu einer Cloud-Umgebung umgewandelt hat. Denn im Gegensatz zu den vielen bisherigen Privat-Cloud-Systemen bietet Dell jetzt nicht nur eine vereinfachte Bereitstellungsform für IT-Leistungen, sondern auch viele andere Vorzüge, die man bislang nur von den Cloud-Providern her kennt.
Microsoft-CEO Satya Nadella und Dell-CEO Michael Dell kooperieren für die Hybrid Cloud
Quelle: Harald Weiss
Dazu gehört an erster Stelle eine verbrauchsabhängige Abrechnung. Dell berechnet nicht die einzelnen Server und Storage-Units, die es installiert, sondern nur die genutzten Leistungen. Des Weiteren gehören zum Angebot die komplette Systemadministration, automatische Upgrades, Security-Massnahmen und garantierte Verfügbarkeiten. Über die neue Management-Oberfläche lässt sich frei definierbar festlegen, welche Applikationen in den eigenen Rechenzentren, beziehungsweise in einer der angeschlossenen Cloud-Plattformen ablaufen sollen. Das lässt sich aber auch noch automatisieren, in dem bei entsprechendem Bedarf automatisch Cloud-Instances angemietet werden.

Hybrid Cloud mit Microsoft

Was die nutzbaren Cloud-Plattformen angeht, so funktioniert das neue Dell-Angebot aber nur, wenn der komplette VMware-Cloud-Stack verfügbar ist. Das ist derzeit bei AWS und Microsoft schon der Fall. Wobei es aber Nutzungsunterschiede gibt. Wer die AWS-Cloud nutzen will, muss die entsprechenden VMware-Programme dort selbst anmieten. Anders ist die Situation mit Microsofts Azure-Plattform.
So kündigten Dell-CEO Michael Dell und Microsofts-CEO Satya Nadella eine umfangreiche Kooperation an, bei der Dell im Rahmen seiner neuen On-Premises-Cloud auch die Azure-Leistungen integriert mit anbietet. Im Gegenzug will Microsoft Dells On-Premises-Cloud als integralen Bestanteil seines Azure-Angebotes vermarkten. Das beutet, dass Microsoft der Azure-Plattform die Option einer kompletten In-House-Infrastruktur hinzufügt, die es dem Anwender erlaubt, seine Anwendungen nahtlos zu verschieben. Wobei alles komplett nutzungsabhängig abgerechnet wird. «Die Kunden fordern schon seit langem eine nahtlose Verbindung von der Private- und der Public-Cloud», sagte Nadella über den Hintergrund der Kooperation.


Das könnte Sie auch interessieren