Linux Foundation Europe 24.02.2023, 10:16 Uhr

Die «OpenWallet Foundation» ist gegründet

Das Ziel der «OpenWallet Foundation» ist es, Open-Source-Software zu entwickeln, die die Interoperabilität von Wallets in möglichst vielen Anwendungsfällen unterstützt. Auch Organisationen und Unternehmen aus der Schweiz sind am Projekt beteiligt.
Die Sicherheit und Interoperabilität von Wallets sind für die OpenWallet Foundation Schlüsselaspekte ihrer Mission
(Quelle: Unsplash/Rodion Kutsaiev)
Die Linux Foundation Europe hat die offizielle Gründung der «OpenWallet Foundation» (OWF) bekannt gegeben. Im Rahmen dieses Projektes soll Open-Source-Software entwickelt werden, die die Interoperabilität für Wallets über eine Vielzahl von Anwendungsfällen unterstützt. Beispiele dafür wären Zahlungen, Identitätsnachweise oder auch die Speicherung von validierten Nachweisen hinsichtlich der Beschäftigung einer Person, ihrer Ausbildung, oder dem finanziellen Status. So will die OWF laut eigenen Worten eine Vertrauensbasis für die Zukunft schaffen. «Wallets sind eine kritische Infrastruktur für Zahlungen, Identität und sicheren Zugriff. Open Source – vorangetrieben durch die Zusammenarbeit zwischen grossen und kleinen Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und Regierungsvertretern – ist ein grossartiges Vorbild für den Aufbau einer Infrastruktur, die für digitale Gesellschaften unerlässlich ist und der Allgemeinheit zugutekommt», meint Daniel Goldscheider, Gründer der OpenWallet Foundation. «Wenn Open Source zum Herzstück von Wallets wird, so wie dies bereits jetzt bei Webbrowsern der Fall ist, wird die Erstellung von digitalen Wallets, die mit anderen kompatibel sind, frei zugänglich. Verbraucher profitieren von der Freiheit, ihre Identität und verifizierbare Nachweise zu verwalten und relevante Daten zu teilen, wann, wo und mit wem sie wollen.»
Das Ziel der OpenWallet Foundation ist die grösstmögliche Interoperabilität zwischen den verschiedenen Wallets
Quelle: OpenWallet Foundation

Auch Schweizer Organisationen am Projekt beteiligt

Während grosse Namen wie Accenture, Futurewei oder Visa als Premium-Mitglieder unter den Sponsoren der Stiftung auftreten, sind unter den regulären Mitgliedern neben Namen wie Deutsche Telekom, American Express und IDnow auch Schweizer Vertreter zu finden, etwa die Swisscom. «Mit der Digitalisierung von physischen Originalen zu digitalen Originalen wird ein digitales Wallet zentral, um die Gesellschaft in die Lage zu versetzten, selbstbewusst in der digitalisierten Welt zu agieren, ohne die Privatsphäre oder Kontrolle über ihre Daten zu opfern. Swisscom ist ein stolzes Gründungsmitglied der «OpenWallet Foundation», denn dieser Ansatz leistet einen wichtigen Beitrag, um die letzte digitale Meile des Vertrauens zu schliessen. So, dass die Gesellschaft auf die Vorteile einer innovativen, digitalen Welt vertrauen kann», sagt Andreas Tölke, Head Fintech und Digital Trust bei Swisscom.

Interesse auch aus dem akademischen Sektor und von Non-Profits

Neben diversen bekannten Unternehmen sind auch verschiedene gemeinnützige Organisationen sowie akademische- und staatliche Einrichtungen rund um die Welt der Stiftung beigetreten. So etwa die «OpenID Foundation», «MIT Connection Science», aber auch Organisationen aus dem DACH-Raum, wie die Johannes Kepler Universität Linz und die Digital Identity and Data Sovereignty Association (DIDAS), deren Präsident und Co-Gründer Daniel Säuberli sagt: «DIDAS, der Verband für digitale Identität und Datensouveränität der Schweiz, ist stolz darauf, ein Gründungssponsor von OWF, der OpenWallet Foundation, zu sein. Mit Schweizer Werten wie Föderalismus, Privatsphäre und Souveränität im Vordergrund, arbeiten Interessengruppen aus dem öffentlichen Sektor, Wissenschaft und Privatsektor zusammen, um eine vertrauenswürdige digitale Infrastruktur in der Schweiz aufzubauen. Wallets spielen in diesem Ökosystem eine entscheidende Rolle, und DIDAS freut sich darauf, mit starken Prinzipien, die uns auf unserer Reise leiten, den Weg zu weisen. Zusammen mit OWF setzen wir uns dafür ein, einen globalen Open-Source-Ansatz für Wallet-Daten, Portabilität und Interoperabilität voranzutreiben».



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