Aus stürmischer See in ruhige Gewässer

Schifffahrt als Ausgleich

CW: Neben den Jobs früher bei PPC und heute GS bekleiden Sie noch das Amt des Präsidenten der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft. Gibt es zwischen den Engagements eine Verbindung?
Weber: Nein, es gibt keine Verbindung. Allerdings hat der frühere GS-Geschäftsführer gestaunt, als er in meinen CV von dem Engagement bei der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft gelesen hat. Im Bewerbungsgespräch gab es dann fast kein anderes Thema. Nach der Vertragsunterschrift äus­serte er noch den Wunsch, ein alsbald stattfindendes Betriebsfest auf einem «meiner» Schiffe veranstalten zu wollen. Bis anhin ist es noch nicht so weit gekommen, denn der Zürisee ist ja recht weit weg von Küssnacht am Rigi – und die Mitarbeiter müssen natürlich nach dem Fest auch noch wieder nach Hause kommen.
Heute amtet Peter Weber als Präsident der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft. Er ist viel mit organisatorischen sowie politischen Themen befasst, plant und entwickelt aber manchmal auch neue Zürisee-Schiffe mit
(Quelle: Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft)
CW: Wie kommen Sie zum Präsidentenamt der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft?
Weber: Ich liebe es, auf dem Wasser zu sein. Ich habe ein Segelpatent und ein Hochseepatent – sowie ein Schiff auf dem Zürisee. Ausserdem ist meine Familie mit dem Zürisee eng verbunden. Mein Urgrossvater hat in Wädenswil die Brauerei gegründet. Ende des vorletzten Jahrhunderts wurde das Bier mit Schiffen über den See beispielsweise nach Männedorf, Rapperswil und Wollishofen transportiert. Die Brauerei Wädenswil mit ihrem Felsenkeller war damals die einzige, die im Sommer kühles Bier liefern konnte. Als mein Grossvater die Brauerei übernahm, wurde er zum Präsident der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft gewählt. Bei meinem Vater war es ähnlich. Zwischen der Brauerei, der Schifffahrtsgesellschaft und der Familie Weber gibt es nun seit Generationen eine enge Verbindung. In den 1990er-Jahren war mein Onkel der Präsident der Schifffahrtsgesellschaft. Er lud mich damals zuerst in den Verwaltungsrat ein. In den Folgejahren engagierte ich mich stark für die Gesellschaft und konnte schliesslich im Jahr 2000 selbst den Präsidentenposten übernehmen.
Zur Firma
GS Swiss PCB
stellt flexible und starre Leiterplatten her. Die in kleinen bis mittleren Vo­lumen produzierten Sub­strate werden zu 70 Prozent in der Medizintechnik und jeweils zu 15 Prozent in der Industrie sowie der Telekommunikation verbaut. Das 1981 gegründete Unternehmen beschäftigt am Standort Küssnacht am Rigi rund 170 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz beträgt rund 40 Millionen Franken. GS Swiss PCB gehört mittlerweile zur luxemburgischen Exceet Group, einem international tätigen Technologiekonzern.


Das könnte Sie auch interessieren