"Intel bringt das Internet in die Westentasche"

IDF-Exklusiv: "Intel bringt das Internet in die Westentasche"

Sparsamer Schotte

Mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch von 160 bis 220 Milliwatt ist der Atom Intels sparsamster Prozessor. Je nach Auslastung reduziert der Chip Taktfrequenz (core clock) und Kernspannung (core voltage) oder schaltet beides ganz auf Null. Die L1- und L2-Cachespeicher lassen sich teilweise oder vollständig abschalten (ultra drowsy mode). Das ausgefeilte Power-Management reduziert den Energieverbrauch signifikant.
Im Ruhemodus verbraucht der Chip allerdings immer noch 80 bis 100 Milliwatt, obwohl es gar nicht zu tun gibt. Zuviel. Deshalb arbeitet die Chipriesin bereits an einem Nachfolgemodell, das Ende 2009, Anfang 2010 auf den Markt kommen soll: der ebenfalls in 45-Nanometer-Technologie gefertigte Moorestown. Der neue Prozessor soll den Energieverbrauch im Ruhezustand (idle power) noch einmal um das Zehnfache drosseln.

Moorestown kommt 2010

Intels Chefarchitekten Ticky Thakkas und Belli Kutanna liessen bereits einige Details über die sparsame Moorestown-Plattform herausrutschen. Der neue, auf mobile Anwendungen optimierte Mobil-Chip wird aus dem CPU-Hub Lincroft bestehen, der den Speicher-Controller enthält und für die Dekodierung von Video-Streams zuständig ist. Das Modul Langwell enthält den System-Controller, den Solid-State-Disc-Controller sowie verbesserte I/O-Funktionalitäten. Im Chipmodul Evan's Peak sind WiFi, WiMAX, Bluetooth, GPS und Mobile-TV-Unterstützung untergebracht.

Performance-Boost mit optimierter Software

High-Speed beim 3D-Rendering und bei der Rasterisierung, bei HD-Videos oder Spielen erreichen die Intel-Prozessoren durch Mehrkern-Technologie und Multi-Threading. Die Mikrochips erledigen dadurch in Echtzeit viele Aufgaben gleichzeitig. Der Atom etwa kann nach jedem Taktzyklus zwischen einzelnen Threads wechseln. So werden Bilder nicht Pixel für Pixel und Zeile für Zeile aufgebaut, sondern blockweise, was viel schneller geht. Imaging, Rendering und die Berechnung mehrdimensionaler Matrizen, wie sie in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft vorkommen, gehören deshalb auch zu den Parade-Anwendungen der neue Mikrochips.



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