Nutanix: «Unternehmen planen ihre Business Continuity viel intensiver»

Florian Koeppli über fünf Jahre Nutanix Schweiz

CW: Nutanix ist inzwischen seit fünf Jahren in der Schweiz. Welches waren die Highlights in dieser Zeit?
Köppli: Da gibt es viele: Besonders in Erinnerungen bleiben die ersten Kunden, die wir gewinnen konnten welche über eine Million Umsatz gemacht haben, habe Sie bitte Verständnis, dass ich keine Namen nennen kann. Der Nutanix-Börsengang im 2016 war sicherlich auch ein Highlight. Und es macht mich sehr stolz, wenn ich sehe, wie gross und professionell die Organisation in der Schweiz heute ist.
CW: Nutanix ist als Anbieter von Hyperconverged Infrastructure (HCI) gestartet. Inwieweit haben Schweizer Anwenderunternehmen gleich verstanden, was Sie anbieten? Wieviel Aufklärungsarbeit mussten Sie leisten?
Köppli: Am Anfang war das manchmal schon viel. Wir waren immer mit demselben Pitch unterwegs. Gewisse Interessenten haben relativ schnell unseren Ansatz begriffen. Bei anderen kam nach einer halben Stunde eine Frage, bei der man merkte, dass sie es nicht wirklich verstanden haben – dann haben wir wieder von vorne begonnen. Letztlich glaube ich, dass der Fakt, dass wir im Laufe der Zeit Mitbewerber bekommen haben, es uns fast erleichtert hat. Was wir erzählten, war nicht mehr so exotisch, denn andere kamen mit der gleichen Story. Heute ist HCI quasi Mainstream.
CW: Wie hat sich das Angebots-Portfolio von Nutanix seither gewandelt?
Köppli: HCI bietet nicht nur klassisches Storage sondern auch Object- und File-Speicherung. Wir haben uns von einem Hersteller von Hyperconverged-Infrastructure-Appliances zu einem Anbieter von Services weiter entwickelt, die auf diesen Appliances aufbauen. Ich vergleich das gerne mit der Entwicklung eines iPhones. Unsere HCI Software ist das OS, auf welchem wir beliebig neue Dienste bauen können. Zum Beispiel verfügen wir über einen Marketplace, mit welchem Kunden Applikationen durch ‚one-click‘ in einer Multi-Cloud-Umgebung provisionieren können. Zudem ist Nutanix heute ein pures Software-Unternehmen, was unseren Kunden Wahlfreiheit für die Hardware gibt.
CW: Nutanix hat zu Beginn erfolgreich Appliances gebaut. Weshalb ist man aus der Hardware-Herstellung ausgestiegen?
Köppli: Wir sehen uns nicht als Anbieter von Hardware-Lösungen, sondern eines Cloud-Operating-Systems. Dadurch erhalten unsere Kunden eine maximale Wahlfreiheit auf der Hardware-Seite.
CW: Mit welchem Satz beschreiben Sie heute das Angebot von Nutanix?
Köppli: Nutanix ist das Multi-Cloud-Operation-System aus einer Hand.


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