Datenschutz-Bedenken 05.02.2020, 15:46 Uhr

Cern gibt Facebook Workplace einen Korb

Das Cern setzt die Collaboration-Plattform Facebook Workplace künftig nicht mehr ein. Das Forschungszentrum will sich nun nach einer Alternative umschauen.
(Quelle: Bennett, Sophia Elizabeth / Cern)
Das Cern verzichtet künftig auf die Nutzung der Collaboration-Plattform Facebook Workplace. Die Tech-Firma hatte diese dem Forschungszentrum im Oktober 2016 kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. Die Testphase ist nun abgelaufen. Das Cern sieht laut eigenen Angaben von einem Umstieg auf die Bezahl-Version ab.
Möglich wäre auch eine kostenlose Weiternutzung gewesen – dann hätte das Cern jedoch auf eine Version ohne Verwaltungs- und Zugriffsrechte wechseln müssen. Und dabei wären sämtliche Daten an Facebook übertragen worden. So ist nun der Zugang des Cern auf die Plattform Ende Januar deaktiviert worden. Das Cern hatte diesen Entscheid bereits vergangene Woche in einem Communiqué mitgeteilt.

«Inakzeptaler Kontrollverlust»

«Der Verlust der Kontrolle über unsere Daten war inakzeptabel, ebenso die Bezahlung für ein Werkzeug, das nicht zu den grundlegenden Dienstleistungen gehört, die der Cern-Gemeinschaft angeboten werden», begründete die Organisation ihren Entscheid. Zudem seien die Reaktionen auf Workplace bereits zuvor nicht immer positiv gewesen. Viele Benutzer hätten angegeben, dass sie es vorziehen würden, beim Schutz personenbezogener Daten nicht ein Tool eines Unternehmens zu verwenden, dem sie nicht vertrauen würden, hiess es weiter.
Das Cern prüfe nun kostenlose Alternativen, um weiterhin mit Forschern und der Wissenschaftsgemeinschaft in Kontakt zu bleiben, heisst es in der Mitteilung weiter.


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