Hausmesse «Think» 14.02.2019, 01:08 Uhr

IBM bringt KI Watson in alle Clouds

IBMs künstliche Intelligenz «Watson» soll in Zukunft dort arbeiten, wo die Daten der Kunden liegen: in den Clouds von Amazon, IBM oder Microsoft sowie im eigenen Rechenzentrum.
IBMs Ginni Rometty begrüsste über 25'000 Teilnehmer an der Hausmesse «Think»
(Quelle: computerworld.ch)
Heute setzen Schweizer Grosskonzerne wie ABB, Novartis, SBB, Six, Swiss Re und UBS die künstliche Intelligenz Watson in Pilotprojekten ein. Die IBM-Technologie wird dabei in allen Fällen aus der IBM-Cloud bezogen. Dies war bis anhin die einzige Möglichkeit, die Firmendaten von der künstlichen Intelligenz (KI) verarbeiten zu lassen. Neu will Big Blue die Watson-Technologie auch aus dem Haus geben: «Watson anywhere» soll im firmeneigenen Rechenzentrum laufen sowie in den Clouds der Marktführer Amazon, Google und Microsoft. Möglich wird dies durch den Einsatz der Kubernetes-Technologie. Das kündigte IBM-Chefin Ginni Rometty an der IBM-Hausmesse «Think» in San Francisco an.
Während der Eröffnungsrede vor über 25'000 Teilnehmern erklärte Rometty, dass die bisherigen Projekte die erste Phase der KI-Anwendungen seien. In der zweiten Phase gehe es darum, die KI-Lösungen zu skalieren und überall im Geschäft auszurollen. Auch die KI sei einem Lebenszyklus unterworfen, während dem bisherige Systeme nicht mehr zeitgemäss seien und durch neue Lösungen ersetzt werden. In diese Entwicklung passt laut der IBM-Chefin auch Watson: Die KI werde permanent weiterentwickelt, aktuell zum Beispiel erstens für den Einsatz mit kleinen Datensätzen trainiert und zweitens für Business-Anwendungen adaptiert. So sollen die Geschäftslösungen besser und schneller auf neue Anforderungen eingestellt werden können.
Das Analystenhaus Gartner sagt voraus, dass mithilfe von KI-Lösungen im laufenden Jahr global ein Geschäftswert in Höhe von 1,9 Milliarden US-Dollar generiert wird. Bis 2021 soll die Summe auf 3,3 Milliarden US-Dollar wachsen. Parallel würden allerdings auch Jobs verloren gehen. Die Auguren kalkulieren mit 1,4 Milliarden weniger Stellen allein für dieses Jahr. Dem gegenüber stehen jedoch 1,4 Milliarden Positionen, die durch KI-Anwendungen neu geschaffen werden. In zwei Jahren werden 2,1 Milliarden Jobs obsolet, allerdings sogar 3,2 Milliarden Arbeitsplätze neu entstehen, sagen die Marktforscher voraus.


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