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KI erkennt die Quelle von Lärm künftig präzise

Akustikexperten um Femke B. Gelderblom vom norwegischen Forschungszentrum SINTEF haben mit «NoiseTag» ein KI-basiertes Mikrofon entwickelt.
© Norsonic

Akustikexperten um Femke B. Gelderblom vom norwegischen Forschungszentrum SINTEF haben mit «NoiseTag» ein KI-basiertes Mikrofon entwickelt. «Die KI-Analyse von Schall ist im Vergleich zu dem, was KI mit Bildern oder Text leisten kann, noch recht unterentwickelt. Zu erkennen, dass ein bestimmtes Geräusch aus derselben Quelle stammt wie ein ähnliches Geräusch, das in grösserer Entfernung entsteht, kann ein KI-Modell schnell überfordern», so die Fachfrau.

Fremdlärm sicher erkennen

Die Wissenschaftler haben gemeinsam an einem Forschungsprojekt mit Norsonic gearbeitet. Das ebenfalls in Norwegen ansässige Unternehmen stellt Geräte zur Messung von Geräuschen und Schwingungen her. Das Ergebnis ist ein völlig neues Gerät. Bisher müssen Geräusche, die eine Messung verfälschen, wie etwa Motorradlärm, aus der Messung eliminiert werden, indem Menschen sich die Aufnahmen anhören.

Das übernimmt jetzt NoiseTag. «Wir haben das System so trainiert, dass es Fremdgeräusche selbstständig eliminiert», sagt Norsonic-Softwareingenieur Karl Henrik Ejdfors. Er hat der KI potenzielle Fremdgeräusche wie Motorradlärm oder Möwenschreie präsentiert und wies die KI an, diese bei der Geräuscherfassung nicht zu berücksichtigen.

Lärm-KI wird immer besser

«Bei der Geräuschüberwachung ist es entscheidend zu unterscheiden, was relevanter Lärm ist und was nicht. Ein Bauprojekt befindet sich sehr oft neben einer Hauptstrasse. Die Strasse ist laut, aber das bedeutet natürlich nicht, dass die Baumaschinen zu viel Lärm machen. Das können wir künftig berücksichtigen ohne dass wir die Aufnahmen abhören», so Gelderblom. Das Gerät ist gerade auf den Markt gebracht worden und soll durch selbstständiges Lernen immer besser werden. (pressetext.com)
 

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