Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

EU-Kommission äussert Bedenken zur Ceconomy-Übernahme durch JD.com

Die EU-Kommission prüft die Übernahme von Ceconomy durch den chinesischen Onlinehändler JD.com. Jetzt hat sie erste Bedenken öffentlich gemacht, in denen es um staatliche Subventionen in China geht, die sich auf den hiesigen Wettbewerb auswirken könnten. 
Hauptsitz von JD.com
© JD.com

Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihrer vertieften Prüfung der geplanten Übernahme der Ceconomy AG mit ihrer Tochter MediaMarktSaturn durch den chinesischen Onlinehändler JD.com eine Mitteilung der Einwände (Statement of Grounds) an das Unternehmen übermittelt. Darin legt die Behörde ihre vorläufigen wettbewerbsrechtlichen Bedenken nach der EU-Verordnung über drittstaatliche Subventionen (Foreign Subsidies Regulation, FSR) dar.

Die Übersendung der Mitteilung ist ein formeller Schritt im Verfahren und greift dem Ausgang der Untersuchung nicht vor. JD.com erhält nun Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und Einsicht in die Verfahrensakte zu nehmen. Zudem sieht die FSR vor, dass Unternehmen Verpflichtungszusagen anbieten können, um mögliche Wettbewerbsbedenken auszuräumen.

Die Kommission hatte im Mai 2026 eine vertiefte Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob JD.com ausländische Subventionen erhalten hat, die den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt verzerren könnten. Nach vorläufiger Einschätzung könnte das Unternehmen unter anderem von Vorzugsfinanzierungen, steuerlichen Anreizen und Zuschüssen profitiert haben, die möglicherweise staatlichen Stellen der Volksrepublik China zuzurechnen sind.

Nach Auffassung der Kommission könnten diese Unterstützungsmassnahmen die Wettbewerbsposition des fusionierten Unternehmens verbessern und sich nach Abschluss der Transaktion negativ auf den Binnenmarkt auswirken. Die vorläufige Frist für den Abschluss der Prüfung endet am 2. Oktober 2026.

Online-Handel
Anzeige

Neueste Beiträge

Tim Höttges fordert auf der Digital X, die KI zu demokratisieren
Auf der Digital X in Köln diskutierten die Manager der Deutschen Telekom mit Vertretern von Politik, Unternehmen und der Wissenschaft vor über 6.000 Gästen unter anderem die Themen Künstliche Intelligenz, Digitale Souveränität und Sicherheit.
6 Minuten
11. Sep 2026
Smarte Städte: Stuttgart verdrängt München von der Spitze
Stuttgart ist die smarteste Stadt Deutschlands. Im Digital-Ranking des Bitkom löst die Schwabenmetropole München an der Spitze ab. Auf den dritten Platz kommt erneut Hamburg. Die grössten Aufsteiger sind Erlangen und Hildesheim.
4 Minuten
11. Sep 2026
Die Top-500 der Computerworld mit den stärksten ICT-Firmen und Branchen der Schweiz - Computerworld Ausgabe 3/2026
Mit dem Ranking der 500 stärksten Schweizer ICT-Unternehmen, umfassenden Markt- und Spartenanalysen, fundierten Expertenmeinungen und aktuellen Interviews macht die neue Computerworld Ausgabe «TOP 500» die Branche transparent. 
2 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige