Cisco 27.01.2015, 12:40 Uhr

IT- Management aus der Cloud

Der Networking-Riese Cisco Systems will Firmen dabei helfen, ihre komplexen Netze und IT-Infrastrukturen zu entrümpeln. Unter anderem sollen Unternehmen künftig ihre IT aus der Cloud verwalten.
Um für das Zeitalter des Internet of Things (IoT), das Cisco Internet of Everything (IoE) nennt, parat zu sein, müssten Unternehmen ihre IT schnellstmöglich vereinfachen und flexibler gestalten. Das Mantra, das der Netzwerkriese Cisco Systems in diesem Zusammenhang an der Anwenderkonferenz Cisco Live in Mailand wiederholt ausgegeben hat, lautet daher auf «Fast IT». Und für die Entrümpelung der eigenen IT-Landschaft müssten die Unternehmen sich sputen. «Künftig muss jedes Unternehmen eine Technologie-Firma werden, und jeder CEO muss etwas von Technik verstehen», postuliert Carlos Dominguez, der im Büro des Cisco-CEO und Vorsitzenden tätig ist, während seiner Keynote.
Um Unternehmen bei der Transformation ihrer IT beizustehen, hat Cisco gleich eine Reihe von neuen Techniken und Initiativen gestartet. Eine davon sieht die Verwaltung der kompletten IT aus der Cloud vor. In diesem Zusammenhang lanciert der Netzwerkriese die Meraki Cloud-Managed IT. Der Dienst ist aus dem Kauf der Firma Meraki Anfang 2013 hervorgegangen. Diese hatte ein Cloud-basiertes Managementsystem für drahtlose Netze und zur Verwaltung von Wireless Access Points entwickelt. Ab sofort will Cisco basierend auf der Meraki-Technik die komplette IT-Landschaft managen können. So lässt sich nun aus der Cloud die Switches, das WAN und das Routing sowie Security-Appliances wie Firewall, Intrusion Detection und Content Filtering zentral aus der Cloud administrieren. «Das umfasst sowohl die Configuration als auch das Überwachung und das Reporting», erklärt Gordon Thomson, der bei Cisco für Enterprise Networking in Europa zuständig ist. Doch damit nicht genug: Meraki soll auch hybride Umgebungen verwalten können. Dabei würden das Cloud-Management auf die klassischen Netzwerkverwaltungssysteme zugreifen können. Nächste Seite: EU-Cloud und News zu ONE Schliesslich kündigte Dominguez die Globalisierung von Meraki an, das bislang nur in den USA zur Verfügung stand. «Dazu gehört eine Meraki-Cloud in der EU, bei der die Daten in Europa bleiben», verspricht er. Geplant sei dabei die Errichtung von zwei Rechenzentren in Deutschland und Grossbritannien, die von Cisco betrieben würden, ergänzt Thomson. Künftig könne man sich auch ein Dual Hosting mit Service Providern vorstellen, so der Cisco-Manager.
Auch im Rahmen von ONE (One Network Environment), der Spielart für Software Defined Networking des Netzwerkriesen, hat Cisco Änderungen in Aussicht gestellt. Bislang seien die Software-Produkte von Cisco, gut 100 an der Zahl, an die Hardware gebunden gewesen, erklärt Dominguez. «Das wird sich nun ändern: Wir schnüren 3 mal 3 Software-Suiten, welche konkrete Geschäftsprobleme lösen sollen und die zudem portabel sein werden», fügt Thomson an. Will heissen: Ist ein Router veraltet und soll abgelöst werden, müsse nicht wie bis anhin eine neue Lizenz gelöst werden. Die Suiten sind dabei für drei Bereiche gedacht, das Rechenzentrum bestehend aus Networking und Server, WAN und Access-Geräte. Für diese wiederum sind grundlegende Software-Pakete im Angebot, welche das Grundgerüst des Betriebs sicherstellen sollen. Auf diesen bauen dann weitere Suiten mit weitergehenden Applikationen auf, wie etwa das «Cloud Enterprise», WAN Collaboration oder Campus Fabric. Auf der obersten Stufe schliessen dann Security-Suiten für die verschiedenen Bereiche das Angebot ab.


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