23.04.2015, 15:30 Uhr

Cloud ohne Lock-in

Ein US-Startup wollen eine auf SDN (Software-defined Networking) aufbauende Technik vermarkten, mit der Cloud-Installationen ohne weiteres von Anbieter zu Anbieter gezügelt werden können.
Ist der Gang in die Cloud schon kein Honigschlecken, so ist der Wechsel von Anbieter oder Plattform derzeit fast unmöglich. Das von ehemaligen Cisco- und Juniper-Mitarbeitern gegründete Unternehmen Avniwill dies ändern. Sowohl das Einrichten von Cloud-Umgebungern, als auch eine mögliche Zügelte soll vereinfacht werden. Dabei wird technisch auf SDN gesetzt. Ihr Produkt, das dieser Tage erstmals öffentlich präsentiert wurde, heisst denn auch sinnigerweise Avni Software Defined Cloud (SDC). Die Plattform soll das befürchtete Hersteller- und Betreiber-Lock-in bei der Entwicklung und Einrichtung von hybriden Clouds unterbinden helfen. Mit Avni SDC sollen Admins in Minuten statt in Wochen Mehr-Schichten-Applikationen einrichten und diese sodann von Cloud zu Cloud umziehen können, ohne die Anwendungen umrüsten zu müssen. Die Plattform ist laut Anbieter derzeit bei fünf global tätigen Unternehmen aus diversen Branchen sowie bei zwei Cloud-Providern im Einsatz.
Die Strategie von Avni erinnert an Ciscos InterCloud-Programm. Laut Avni gibt es allerdings einen bedeutenden Unterschied: Bei Cisco sei die hauseigene Layer-2/3-Hardware nötig sowie weitere Verbindungsvoraussetzungen müssten gegeben sein, während SDC die Applikationen und Dienste der vierten und siebten Schicht des OSI-Modells abstrahieren könne. Avni SDC läuft auf herkömmlichen x86er Servern und verwendet Paketverarbeitung. Die Software läuft zudem in einem Controller, der in mehrere Clouds verteilt werden kann. Die so verbreiteten Controller unterhalten sich dann untereinander, um etwa die Arbeitslast optimal zu verteilen. Bei den beiden Mitgründern von Avni handelt es sich um die Cisco- und Juniper-Veterane Rohini Kasturi und Ravi Nuguru. CEO Kasturi ist im Besitz von 25 Patenten. Nuguru ist COO. Der Firmensitz liegt im kalifornischen Milpitas. Eine Entwicklungsniederlassung befindet sich im indischen Bangalore.


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