Erste Einschätzung zu IBM Domino/Notes 10

Domino generalüberholt

Von Helmut Sproll
Auch wenn heute offiziell Domino/Notes 10 im Paket angekündigt wird: Der Fokus der neuen Version liegt eindeutig im Bereich des Domino-Servers. Hier wurde kräftig modernisiert und die Grundlage dafür gelegt, um mit der nächsten Version (die bereits im nächsten Jahr folgen soll) auch beim Notes-Client neue Wege gehen zu können.
Helmut Sproll von Cross-Works hat sich Domino 10 und Notes 10 bereits angesehen
(Quelle: Cross-Works)
Zu den Neuerungen beim Server zählen: Die maximale Grösse einer Notes-Datenbank beträgt neu 256 Gigabyte. Angesichts der bisherigen 64 Gigabyte eine zweifellos massive Verbesserung, die vor allen Dingen in grösseren Umgebungen willkommen sein wird. Weiter steht Administratoren und Entwicklern neu eine an SQL angelehnte Sprache zur Verfügung, mit der selbst grosse Dokumentenbestände sehr schnell abgefragt und auch mutiert werden können.
Das Clustering mit Domino galt schon bisher als eine Stärke des Servers. Neu sind Domino-Cluster «selbstheilend»: Künftig sorgen die einzelnen Server eines Clusters selbst dafür, dass alle Applikationen, die auf dem Cluster laufen sollen, auch auf allen Servern des Clusters liegen. Daneben wird Domino zukünftig als Docker-Image verfügbar sein, eine stark verbesserte Volltextsuche bieten und sich mittels SAML noch besser in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren lassen.
Für Entwickler die sicherlich wichtigste Neuerung ist die Schnittstelle zu Node.js-Servern. Dabei verhält sich Domino wie eine normale NoSQL-Datenbank. Via einem externen Node.js-Server kann aber ein viel grösserer Kreis an Programmierern auf die Datenbank zugreifen.


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