Soziale Medien 05.04.2018, 06:15 Uhr

Facebook-Datenskandal offenbar grösser als bisher angenommen

Die Zahl der vom Facebook-Datenskandal Betroffenen steigt ständig. Aktuell werden 87 Millionen User genannt, deren Infos die britische Cambridge Analytica abgezügelt hat.
(Quelle: shutterstock.com/JuliusKielaitis)
Der Datenskandal bei Facebook hat deutlich grössere Ausmasse als zunächst angenommen. Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern könnten unzulässigerweise mit der Firma Cambridge Analytica geteilt worden sein, wie das Online-Netzwerk in einem Blogpost sagte.
Die meisten dieser 87 Millionen Betroffenen gebe es in den USA, schrieb Technikvorstand Mike Schroepfer. Man werde sie nun informieren. Zuvor war stets von etwa 50 Millionen betroffenen Nutzern die Rede gewesen.
Das neue Eingeständnis erhöht die Nöte von Facebook, das wegen des gigantischen Missbrauchs von Nutzerdaten ohnehin schon unter massivem juristischen und politischen Druck steht. Cambridge Analytica hatte sich mit Hilfe der abgeschöpften Daten eine wertvolle Datenbank zulegt, die dann für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt worden sein soll.
Behörden in den USA wie in Grossbritannien haben deshalb Ermittlungen eingeleitet. Auch laufen beiderseits des Atlantik parlamentarische Untersuchungen.


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