Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

EU-Parlament fordert Mindestalter von 16 Jahren für Soziale Medien

Das EU-Parlament hat ein Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien, von Videoplattformen und KI-Freunden gefordert.
© (Quelle: shutterstock.com/tanuha2001)

Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch in Strassburg mit grosser Mehrheit für einen Text, der zudem eine Nutzung auch mit Genehmigung der Eltern vor einem Alter von 13 Jahren komplett ausschliesst. Das Parlament bestärkte die EU-Kommission in deren Vorhaben, digitale Lösungen für die Altersverifizierung zu entwickeln.

Das Parlament forderte die Kommission überdies auf, suchtfördernde Online-Praktiken und glücksspielartige Funktionen zu verbieten. Seiten, die sich nicht an EU-Regeln halten, sollen demnach gesperrt werden. Als Begründung wurden «Risiken für die psychische Gesundheit» sowie die «zunehmende Abhängigkeit von Kindern und Jugendlichen von den sozialen Medien» genannt.

In dem Parlamentsbericht heisst es, 78 Prozent der 13- bis 17-Jährigen schauten mindestens einmal pro Stunde auf ihre Endgeräte. Ein Viertel der Minderjährigen zeigt demnach ein «problematisches» oder «dysfunktionales» Verhalten bei der Smartphone-Nutzung.

Druck auf Plattformen steigt

Der Schritt des Parlaments erhöht den Druck auf die Onlinedienste weiter, nachdem die EU-Kommission bereits eine Diskussion darüber angestossen hat, solche Massnahmen auf EU-Ebene einzuführen. Ein Expertengremium soll Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bis Ende des Jahres entsprechende Empfehlungen vorlegen. Von der Leyen selbst ist eine Befürworterin solcher Mindestalter-Vorgaben.

Die EU-Länder sind in der Frage gespalten, die Idee gewinnt aber zunehmend Unterstützer. Dänemark und vier weitere Staaten testen bereits eine Software, die das Alter kontrollieren soll. Die darauf basierende App soll das Geburtsdatum des Smartphone-Inhabers speichern und alle Inhalte blockieren, die nur für Ältere zugelassen sind - ohne persönliche Daten an die Plattformen weiterzugeben.

Gesellschaft soziale Netzwerke Europa
Anzeige

Neueste Beiträge

Noser: Erfolgreiche Geschäftszahlen 2025
Die Noser Group blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Umsatz stieg auf 146,1 Mio. CHF, der Reingewinn auf 10,4 Mio. CHF. 
2 Minuten
23. Apr 2026
Schweizer Marktstart der FRITZ!Box 4630
Ab sofort im Schweizer Handel verfügbar, soll die neue FRITZ!Box 4630 den Einstieg ins Glasfaser-Heimnetz mit Wi-Fi 7 und vielseitigen Komfortfunktionen besonders einfach machen.
3 Minuten
23. Apr 2026
Grünes Licht für die Sky-Übernahme durch RTL
Die EU-Kommission hat ohne weitere Auflagen grünes Licht für die Übernahme des TV-Anbieters Sky Deutschland durch RTL gegeben. Die Abschluss der Transaktion soll zum 1. Juni 2026 erfolgen.
3 Minuten
23. Apr 2026

Das könnte Sie auch interessieren

KI-Ausschreibung für 57 Mio. Franken von Bundeskanzlei
Die Bundeskanzlei lanciert eine Ausschreibung zur Beschaffung von IT-Dienstleistungen in den Bereichen Daten und künstliche Intelligenz (KI) für insgesamt 57 Millionen Franken. Die Ausschreibung wurde auf der Plattform für öffentliche Ausschreibungen Simap.ch veröffentlicht.
2 Minuten
26. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige