Lancom geht auf die Pirsch

Strategie Schweiz

Herrlich gibt sich zuversichtlich: "Unser Portfolio passt gut zur Schweiz." Beim Unternehmen weiss man aber auch um die Bedeutung einer eigenen Dependance hierzulande. Entsprechend soll nächstes Jahr ein Country Manager das Geschäft im Land voranbringen. Wen Lancom auserkoren hat, will man nächstes Jahr mitteilen.
Lancom besitzt seine Stärken insbesondere in zwei Feldern: In der Standortvernetzung und im Bereich WLAN-Infrastruktur für B2B-Kunden. Die Kunden stammen zunehmend aus dem Grosskundensegment. In Deutschland zählen etwa die grössten Retail- und Discounterketten zu den Abnehmern der Lösungen. Weitere Branchen sind der Einzelhandel, die Hotellerie, Krankenhäuser, Schulen, Auftraggeber der öffentlichen Hand und Skigebiete.
In der Schweiz ist Lancom seit 2002 am Markt aktiv und plant auch hierzulande gross. Derzeit zählt der Hersteller KMUs, Museen, Schulen, oder das Gottlieb Duttweiler Institur zu seinen Kunden. Allerdings zählt Lancom noch keine Vertriebspartnerpartner für Grosskunden zu seinem Channel.
Auch dies wird wohl eine Aufgabe für den desiginierten Country Manager. Derzeit sondiert Lancom, welche Partner passen würden, sagte Herrlich. 15-20 grössere Partner habe man im Visier. Bei der Rekrutierung sollen auch die Distis helfen, Partner zu finden und aufzubauen.

Jagd im Grosskundensegment

Derzeit hält Lancom einen einstelligen Prozentbereich des Schweizer Markts für Netzwerktechnik. Mit den Partnern im Grosskundensegment, einem Landeschef und neuen Lösungen wie die Management-Cloud will Lancom durchstarten. 
"Wir sehen in Deutschland, dass Kunden von Cisco und HPE zu Lancom wechseln", sagte Herrlich. Ähnliches wünscht er sich auch für die Schweiz und will Cisco und HPE auch hier Kunden und Marktanteile abjagen. Oder in Herrlichs Worten: "Wir wollen quasi als deutsches Schnellboot an HPE und Cisco vorbeiziehen."


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