Kalenderwoche 28 12.07.2021, 07:13 Uhr

Computerworld Newsticker

Aktuelle Nachrichten aus der ICT-Welt, ultrakompakt zusammengestellt.
(Quelle: Megan Rexazin / Pixabay)
SoftwareOne kauft brasilianischen SAP-Partner
Die Stanser IT-Firma SoftwareOne hat die Übernahme von ITST bekanntgegeben. Das Unternehmen aus São Paulo bedient den Angaben zufolge einige der grössten SAP-Kunden Brasiliens mit Beratungsdienstleistungen sowie Professional und Managed Services. ITST ist die jüngste in einer Reihe von Übernahmen von SAP-Partnern durch SoftwareOne. Laut Andre Fernandes, Regional Head LATAM, handelt es sich beim Zukauf um einen strategischen Schritt beim Aufbau einer führenden SAP-Cloud-Serviceplattform in Lateinamerika. Für SoftwareOne ist es dort die erste Übernahme im SAP-Bereich.
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Twint soll bald auch im Ausland funktionieren
Wie der Twint-Chef Markus Kilb diese Woche vor Journalisten erklärte, sollen Schweizer Nutzerinnen und Nutzer ab Frühling 2022 den Dienst auch in einzelnen Nachbarländern verwenden können. Dabei setzt Twint auf die European Mobile Payment Systems Association, wie «Finews» berichtet. Das Unternehmen half 2015 dabei, diese mitzugründen. Die EMPSA beschäftigt sich damit, kontaktlose Bezahlmethoden aus 15 Ländern zusammenzuführen. Laut dem Finanzportal soll die Zusammenarbeit mit dem Verbund sorgen, dass beispielsweise der QR-Code eines deutschen Händlers eingescannt werden kann und im Hintergrund die Zahlung zwischen der Schweizer Hausbank und der Bank des Händlers abgewickelt wird. Laut Kilb soll der Vorgäng etwa ähnlich funktionieren wie das Roaming in der Mobiltelefonie.
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Huawei-Dilemma verdirbt Ericsson das Geschäft
Das Huawei-Dilemma wirft einen Schatten auf das sonst boomende Geschäft des schwedischen Netzwerkausrüsters Ericsson. Während die hohe Nachfrage nach Komponenten für den 5G-Netzausbau weltweit die Umsätze bereinigt um acht Prozent im zweiten Quartal anschob, brachen die Erlöse in China im zweiten Quartal ein, wie der Konzern mitteilte. Lange profitierte Ericsson ähnlich wie der finnische Konkurrent Nokia vom Bann des chinesischen Marktführers Huawei wegen Sicherheitsbedenken in vielen Ländern der Welt, doch der Ausschluss der Chinesen in Schweden wendete nun das Blatt. Denn als Folge läuft es für Ericsson in der Volksrepublik gar nicht mehr rund. «Es macht Sinn für die Zukunft von einem geringeren Marktanteil in China auszugehen», sagte Ericsson-Finanzchef Carl Mellander der Nachrichtenagentur Reuters. Am Aktienmarkt kam diese Aussicht gar nicht gut an. Der Ericsson-Anteilsschein brach fast zehn Prozent ein. Für Zuversicht sorgen dürfte hingegen ein am Freitag unterzeichneter 5G-Vertrag mit Verizon im Wert von 8,3 Milliarden Dollar – der grösste Einzelvertrag für das Unternehmen bisher.
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Handymarkt: Xiaomi stösst Apple von Platz zwei
Der chinesische Smartphonehersteller Xiaomi ist laut dem Marktforschungsinstitut Canalys erstmals der weltweit zweitgrösste Anbieter. Im zweiten Quartal habe Xiaomi den iPhone-Konzern Apple vom zweiten Platz verdrängt, teilte Canalys mit. Xiaomi sei vor allem dank einer hohen Nachfrage in Lateinamerika und Afrika auf einen Marktanteil von 17 Prozent gekommen, was einem Plus von drei Prozent zum Vorquartal entspreche. Apple habe einen Anteil von 14 Prozent erreicht, während Branchenprimus Samsung Electronics mit 19 Prozent weiterhin an der Spitze liege. Weltweit wurden laut Canalys von April bis Juni zwölf Prozent mehr Smartphones verschifft.
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Neue Förderinitiativen von Innosuisse finden Anklang
Anfang Jahr lancierte Innosuisse zwei neue Förderinitiativen. Bereits nach einem halben Jahr habe sich nun gezeigt, dass das Impulsprogramm bei Schweizer Unternehmen «auf ein grosses Bedürfnis» stösst, teilt die Schweizer Agentur für Innovationsförderung mit. So seien im ersten Halbjahr vom Innosuisse-Innovationsrat bereits 72 Impuls-Innovationsprojekte in der Höhe von gut 33 Millionen Schweizer Franken bewilligt worden. Nachgefragt wurde laut Innosuisse bislang vor allem die erste Sondermassnahme. Diese sieht eine Reduktion des Eigenbetrages der KMU als Umsetzungspartner von 50 auf 30 Prozent sowie den möglichen Erlass vom Cash-Betrag vor. Weniger nachgefragt worden sei hingegen die zweite Massnahme, heisst es weiter. Mit dieser werden Projekte von KMU unterstützt, die den Pandemie-bedingten Strukturwandel angehen oder das Potenzial für disruptive oder radikale Innovationen haben. Laut Communiqué stösst auch die Flagship-Initiative auf grosses Interesse. Im Rahmen der ersten Ausschreibung seien 43 Voranträge zum Schwerpunkt «Bewältigung der durch COVID-19 induzierten Beschleunigung der digitalen Transformation» und 35 zum zweiten Schwerpunkt «Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit und Verringerung der Anfälligkeit von Gesellschaft, Infrastruktur und Prozessen» eingereicht worden.
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Gartner: Weltweite IT-Ausgaben steigen 2021
Die Marktforscher von Gartner erwarten, dass die weltweiten IT-Ausgaben in diesem Jahr um 9 Prozent auf 2761 Milliarden US-Dollar ansteigen werden – ausgenommen davon ist das Segment der Kommunikationsdienste. Im Vergleich zum Vorjahr würde dies einem Zuwachs von 11,5 Prozent entsprechen. Das stärkste Wachstum sagen die Expertinnen und Experten von Gartner dem Gerätebereich (+13,9 %) sowie dem Business-Software-Geschäft (+13,3 %) voraus. Der Grossteil der IT-Ausgaben fliesst dagegen in IT-Dienstleistungen – dafür sollen Unternehmen in diesen Jahr rund 1177 Milliarden US-Dollar ausgeben. Gegenüber 2020 entspricht dies einem Anstieg von 9,8 Prozent.



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