03.07.2012, 11:56 Uhr

30 000 Informatiker fehlen der Schweiz

Die ICT-Berufsbildung schlägt Alarm: Im Jahr 2020 fehlen in der Schweiz 30 000 Informatiker. Diese Zahl ist allerdings nicht neu, wesentlich interessanter ist daher, was dagegen unternommen wird.
Der Schweiz geht der ICT-Nachwuchs aus, das ist nicht neu. Doch wie löst man das Problem?
In der 10vor10-Ausgabe vom 02. Juli 2012 berichtet das Schweizer Fernsehen von exklusiven Zahlen und meint damit die gleichen, welche seit längerem die ICT-Branche beunruhigen (Computerworld.ch berichtete): Bis 2020 sollen in diesem Berufsfeld 30 000 Stellen fehlen, die ICT-Berufsbildung schlägt darum erneut Alarm.  Ihr Präsident, Andreas Kälin, gibt zu, in den Vergangenheit Fehler gemacht zu haben: «Junge Leute darf man nicht einfach vor PCs und Kabel stellen, dieses Image muss weg.» Darum wird nun versucht, auf die Ausbildung des Nachwuchses Einfluss zu nehmen: Der sich in Arbeit befindende Lehrplan 21 soll bereits ab der ersten Klasse  das Fach «Informatische Bildung und Medien» beinhalten. Dies forden in der «NZZ am Sonntag» Gymnasiallehrer und Pädagogen des Schweizerischen Vereins für Informatik und Ausbildung (SVIA). Für diesen Plan sieht es aber aktuell, auch wenn beispielsweise der emeritierte ETH-Professor Walter Gander schon vor Monaten im Computerworld.ch-Interview die gleiche Idee hatte, schlecht aus. Denn verschiedene, am Lehrplan 21 direkt beteiligte Experten, lehnen diese Idee ab. Jürg Brühlmann, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle des Schweizer Lehrverbandes LCH: «Der Trend läuft eher in die andere Richtung, dass mehrere Fächer zusammengenommen werden, um den Unterricht flexibler zu gestalten.». Und Christoph Mylaeus, Geschäftsführer der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK), sagt, dass die Einführung eines zusätzlichen Grundlagenfachs bereits im Rahmen der Vernehmlassung zum Grundlagenbericht öffentlich diskutiert wurde: «Es brauchte schon eine ganz gute Begründung, um nochmals darauf zurückzukommen».


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