04.01.2013, 15:29 Uhr

Welches mobile OS schwingt 2013 obenaus?

Samsung hat bestätigt, dass im Jahr 2013 erste Smartphones mit dem neuen Linux-Betriebssystem Tizen auf den Markt kommen. Es ist eines von zahlreichen Mobile-Betriebssystemen, die dieses Jahr debütieren werden.
Screenshot aus einer frühen Tizen-Version.
Gegenüber Cnet hat Samsung erstmals bestätigt, dass in diesem Jahr erste Smartphones mit dem Betriebssystem Tizen auf den Markt kommen. Man plane, dieses Jahr «konkurrenzfähige Tizen-Geräte» zu lancieren, heisst es. Tizen ist ein wie Android auf Linux basierendes mobiles Betriebssystem und wird von Samsung gemeinsam mit Intel entwickelt, mit dem Segen der Linux Foundation. Zu den Einflüssen von Tizen gehören unter anderem Nokias MeeGo (Nokia N9) sowie Samsungs eigenes, mittlerweile eingestelltes Betriebssystem Bada.

Das Jahr der Betriebssystemvielfalt

Nebst Tizen werden im Jahr 2013 eine ganze Reihe weiterer neuer Smartphone-Betriebssysteme zur Premiere kommen. Erst gestern haben wir über die Pläne des Linux-Distributors Ubuntu berichtet, eine Adaption von Ubuntu fr Smartphones auf den Markt zu bringen. Erste Geräte sollen bereits an der CES nächste Woche vorgestellt werden. Ebenfalls in den Startlöchern steht Sailfish OS von Jolla, eine weitere Linux-Variante für Smartphones, die ebenfalls auf MeeGo aufbaut. Anders Firefox OS. Das von den Machern des Firefox-Browsern entwickelte mobile Betriebssystem ist komplett webbasiert und setzt auf HTML 5. Erste Smartphones mit Firefox OS sollen ebenfalls dieses Jahr auf den Markt kommen. Und mit BlackBerry 10 wagt der kanadische Hersteller RIM 2013 einen Neuanfang.

Der Kuchen reicht kaum für alle

Angesichts so vieler neuer Player darf man gespannt sein, wie sich der Smartphone-Markt in diesem Jahr entwickelt. Es ist allerdings fraglich, ob es auf dem hart umkämpften Markt für alle Neulinge Platz haben wird. Zur Erinnerung: Im dritten Quartal 2012 machten Android und iOS zusammen je nach Analystenmeinung zwischen 86 (Gartner) und 90 Prozent (IDC) des weltweiten Smartphone-Marktes unter sich aus. Selbst das grosse Microsoft kommt mit seinem vor über zwei Jahren lancierten Windows Phone erst auf mickrige 2 Prozent.


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