12.09.2016, 15:28 Uhr

Luzerner Schulen erhalten ihre neue Software

Der Luzerner Kantonsrat hat sich für neue Schulsoftware ausgesprochen. Der dafür nötige Sonderkredit beträgt 3,7 Millionen Franken.
Ab Sommer 2019 sollen alle Luzerner Volksschulen in der Administration mit demselben Computerprogramm arbeiten. Der Kantonsrat hat sich verbal für einen Sonderkredit in der Höhe von 3,7 Millionen Franken ausgesprochen und das Gesetz entsprechend angepasst. Die Software, die die meisten Luzerner Volksschulen derzeit verwenden, ist 20 Jahre alt. Sie kann nicht mehr erweitert werden und genügt den heutigen Ansprüchen nicht mehr. Das neue Programm namens «Educase» ermöglicht neben administrativen Aufgaben auch statistische Auswertungen. Es ist mit der Zeugnis- und Stundenplansoftware kompatibel und soll den Datenaustausch zwischen Schulen und den kantonalen Stellen vereinfachen. Das Programm stammt von der Surseer Firma Base-Net Informatik. Insgesamt kostet das Projekt aufgerechnet auf zehn Jahre 7,7 Millionen Franken. Der Kanton übernimmt die Kosten für die Anschaffung und Wartung der Software, für den Unterhalt, Support und Hosting kommen die Gemeinden auf. Gegen die Vorlage war einzig die SVP. Bernhard Steiner sagte, die Vorteile einer einheitlichen Schulsoftware sei auch für die SVP unbestritten. Er kritisierte aber die Kosten der vom Kanton vorgeschlagenen «Supervariante». Die Schülerschaft habe davon keinen Nutzen. Damit die Software eingeführt werden kann, muss das Volksschulgesetz angepasst werden. Der Kantonsrat stimmte den Änderungen in erster Lesung mit 78 zu 24 Stimmen zu. Über den Sonderkredit wird er erst nach zweiter Lesung des Gesetzes abstimmen.


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