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«Datendemokratisierung braucht klare Governance»

Alexander Klein, Solution Advisor Expert für die Business Data Cloud bei SAP, erläutert, warum Daten heute der entscheidende Rohstoff der Digitalisierung sind – und weshalb ihre Bedeutung durch KI nochmals steigt.
Im Gespräch mit Alexander Klein über Datendemokratisierung und warum der wahre Wert von Daten erst dann entsteht, wenn alle im Unternehmen sicher und eigenständig damit arbeiten können.
© (Quelle: Computerworld)

Im Zentrum des Gesprächs mit Alexander Klein steht die Frage, wie Unternehmen ihre wachsenden Datenmengen sinnvoll nutzen können – insbesondere im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz. Daten seien heute der zentrale Rohstoff der Digitalisierung, ihr Wert steige durch KI nochmals deutlich. Die grösste Herausforderung liege jedoch nicht in der Menge, sondern in der Integration: Viele Daten sind über unterschiedliche Systeme verteilt und stehen nicht in Beziehung zueinander. Erst wenn SAP-Daten und Informationen aus Drittsystemen zusammengeführt und in einem gemeinsamen semantischen Modell abgebildet werden, entstehen belastbare Grundlagen für Reports, Planungen und KI-Szenarien, sagt Alexander Klein im Interview:

Mit wachsender Datenvielfalt rücken zudem Qualität, Sicherheit und Governance in den Vordergrund. Daten müssten geprüft, geschützt und nach klaren Regeln bereitgestellt werden, sonst entstehe kein Mehrwert. Klein empfiehlt Unternehmen, nicht mit Technologie zu beginnen, sondern mit Zielsetzung: Erst Transparenz schaffen, welche Daten vorhanden sind, daraus Erkenntnisse ableiten und diese in einem nächsten Schritt mit KI anreichern. Ein typisches Hindernis sei, dass viele Mitarbeitende zwar wüssten, dass Daten existieren, aber keinen Zugriff hätten.

Die Business Data Cloud von SAP biete dafür qualitätsgesicherte Datenkataloge, die je nach Rolle nutzbar sind. Ein klarer Trend sei die Datendemokratisierung: Anwender wollen selbst mit Daten arbeiten, statt sich auf wenige Standard-Dashboards zu verlassen. Das verändere Prozesse, Rollen und letztlich die Organisation – bis hin zur Funktion des CIO. SAP habe diesen Wandel selbst durchlaufen und Mitarbeitenden heute die Möglichkeit geschaffen, Datenprodukte in einem geschützten Umfeld zu nutzen. Entscheidend sei dabei das Gleichgewicht zwischen Flexibilität und Datenschutz. Insgesamt zeigt das Gespräch: Daten sind das Fundament der Digitalisierung, doch nur wer sie integriert, absichert und breit nutzbar macht, kann echten geschäftlichen Nutzen daraus ziehen.

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