Das Mesh-Netzwerk von A bis Z

Inbetriebnahme und Spezialfall Devolo

Wie erfolgt die Inbetriebnahme?
Die Installation ist einfach und innert weniger Minuten per Smartphone durchgeführt. Dabei läuft sie immer nach dem gleichen Prinzip ab. Im ersten Schritt verbindet man die Basis des Mesh-Systems per LAN-Kabel mit einer freien LAN-Buchse am Modem-Router und schaltet sie ein. Danach installiert man die herstellereigene App, die per Assistent den ersten Mesh-Router findet und an den Haupt-Router ankoppelt. Im Anschluss werden die weiteren Satelliten in der Wohnung positioniert. Im nachfolgenden Synchronisierungsprozess, der automatisch abläuft, verbinden sich Basis und Satellit(en), um das Mesh-Netzwerk untereinander aufzubauen. Die erfolgreiche Synchronisierung nimmt in der Regel nur ein bis zwei Minuten in Anspruch und wird meist durch eine LED angezeigt. Danach ist das Netzwerk betriebsbereit.
Linksys Velop WHW0301
Quelle: Linksys
Im nächsten Schritt werden die Endgeräte wie PC, Notebook oder Smartphone mit dem WLAN des Mesh-Systems verbunden. Die Zugangsparameter sind im Beiblatt sowie direkt auf der (Unter-)Seite der Mesh-Geräte zu finden. Sie bestehen aus der SSID, also dem Netzwerknamen, und dem WLAN-Netzwerkschlüssel. Letzterer wird benötigt, damit das Endgerät (Notebook, Smartphone, Tablet, TV etc.) sicher und verschlüsselt auf das System zugreifen kann. Um die WLAN-Verbindung herzustellen, sucht man in der WLAN-Funktion seines Notebooks, PCs etc. den Netzwerknamen des Mesh-Systems, verbindet sich damit und trägt auf Anfrage den Schlüssel ein. Daraufhin haben Sie ab sofort Zugang zum Netzwerk respektive Internet, sofern einer der Mesh-Router am Haupt-Router (dem Router mit Internetzugang) angeschlossen wurde.
Synology MR2200ac
Quelle: Synology
Im letzten Schritt erfolgt die Konfiguration des Mesh-Systems mittels Smartphone. Dabei können wichtige Einstellungen wie beispielsweise der Gastzugang oder auch eine Kindersicherung vorgenommen und auf das Mesh-Netz ausgedehnt werden.
Spezialfall Devolo
Devolo verbindet bei Magic 2 die Mesh-Funktionalität mithilfe der Powerline-Technologie. Die Powerline-Communications-Technik, kurz PLC, nutzt die herkömmlichen 230-V-Stromleitungen in Wohnungen und Häusern als Trägermedium für das Netzwerk. Damit wird eine gewöhnliche Steckdose zur «Netzwerksteckdose». Zur Übermittlung werden die Daten umgewandelt und auf ein Trägersignal aufmoduliert, das durch die Leitungen geschickt wird. Am Endpunkt wird aus dem «gepackten» Signal das Nutzsignal wieder zurückgewonnen. Damit sich Strom- und Datennetz nicht gegenseitig stören, benutzen die Geräte Filter, die beispielsweise dafür sorgen, dass der Einschaltstrom einer Stehlampe oder auch magnetische Felder von Boxen, Mikrowellen oder Fremdsignale von DECT-Telefonen das Nutzsignal nicht negativ beeinflussen. Weitere Eigenheit ist die MIMO-Funktion (Multiple Input Multiple Output). Dabei nutzt jeder Powerline-Adapter alle drei zur Verfügung stehenden Adern des Stromkreises (Phase L, Neutralleiter N und Schutzleiter PE), um ein schnelles und stabiles Gbit-Powerline-Netzwerk zu realisieren. Mit bis zu 2400 Mbit/s und einer typischen Reichweite von bis zu 500 Metern kann das Magic-2-Set auch für sehr grosse Räume benutzt werden.
Und zu guter Letzt: Das Devolo-System kombiniert die schnelle Powerline-Technologie mit WLAN-Funk, um den Netzwerkradius weiter zu steigern.


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