IT neu gestalten mit Software-defined Storage

Tipps für den Einsatz

Laut IDC implementieren viele SDS-Anbieter nur einen Teil der möglichen SDS-Funktionalitäten. Mit solchen Lösungen gehen IT-Leiter das Risiko ein, isolierte SDS-«Inseln» zu schaffen – ein SDS-Produkt für virtuelle SANs, eines für einen spezifischen Hypervisor, eines für Flash-Geräte, eines zum Verwalten von heterogenen Speicher-Arrays und so fort. Dann werden die IT-Verantwortlichen bald feststellen, dass sie ihre Inseln konsolidieren müssen, um höhere Levels bei Einsparungen und operativer Effizienz zu erreichen.
Zu bedenken ist auch, dass die Vorteile von SDS sich nur nutzen lassen, wenn die Lösung die gesamte Speicher-Infrastruktur inklusive DRAM-Caches, Flash, Festplatten-Subsystemen und Cloud unter einem Verwaltungs-Regime zusammenfasst. Es empfiehlt sich, eine umfassende SDS-Lösung anzuschaffen und sich nicht auf Punktlösungen des «Haus- und Hoflieferanten» von Speicher-Hardware oder des Hypervisor-Anbieters einzulassen.
Als Königsweg für den SDS-Einstieg empfehlen Analysten ausserdem: klein anfangen und für umfassende Skalierbarkeit sorgen.
Viele Unternehmen verwalten ihre Speichersysteme getrennt nach Herstellern und Produkten. Der grösste Vorteil der Umstellung auf eine Software-defined-Storage-Architektur ist die Fähigkeit, unterschiedliche Speicher-Ressourcen zu vereinigen. Somit können Daten auf jeder physischen oder logischen Ressource gespeichert und zwischen Ressourcen automatisch und unterbrechungsfrei bewegt werden.
Auf diese Weise lassen sich Speicher-Ressourcen für Applikations- und Projektverantwortliche über ein Selfservice-Portal zur Verfügung stellen, was Einsparungen beim Betrieb der Storage-Infrastruktur ermöglicht. «SDS ist ein völlig anderer Ansatz für das Management von Storage. Man muss seine Denkweise ändern – und von der Hardware, die ein zentraler Aspekt im Unternehmen ist, auf eine bloss unterstützende Rolle der Hardware abstrahieren», erläutert Shawn Smucker, Produktmanager beim Datensicherungsanbieter Commvault.
Mark Schulte, Senior Consultant bei IDC, sieht in Software-defined Storage eine Schlüsselkomponente einer servicebasierten Infrastruktur: «Wie in der Server-Welt sollte es beim Storage möglich sein, eine Abstraktionsschicht und eine einheitliche Präsentationsschicht über mehrere Ressourcen unterschiedlicher Hersteller zu legen. Das erlaubt es wiederum, Komponenten in Abhängigkeit vom Bedarf zu beschaffen, hinzuzufügen, bereitzustellen und deren Nutzung zu messen», führt er in einem Beitrag für «IT-Business» aus.


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