Zürich will smarter werden

Effizientere Verwaltung

Stadtrat Daniel Leupi erhofft sich von der Digitalisierung auch eine Effizienzsteigerung innerhalb der Stadtzürcher Verwaltung
(Quelle: Jens Stark / NMGZ)
Unter dem Strategie-Schwerpunkt «Digitale Stadt» soll die Digitalisierung in der Verwaltung vorangetrieben werden. Dazu gehört auch vermehrt eine Interaktion mit den Bürgerinnen und Bürgern über digitale Kanäle. So soll die bereits lancierte Online-Plattform «Mein Konto» sukzessive ausgebaut werden, wie Stadtrat Daniel Leupi, Vorsteher des Finanzdepartements, ausführte.
Die dort angebotenen Dienstleistungen würden bereits rege genutzt, berichtet er und nennt als Beispiel das Anmeldeverfahren für Sport- und Freizeitkurse für kinder und Jugendliche. «Von 4300 Anmeldungen für die diesjährigen Herbstkurse erfolgten nur 25 auf postalischem Weg, alle anderen liiefen über ‹Mein Konto›. Dies zeigt einerseits, dass das Angebot einem echten Bedürnis entspricht, anderseits, dass der klassische Weg immer noch möglich ist», so Leupi.
Die Angebotspalette auf der städtischen Online-Plattform soll denn weiter ausgebaut und mit zusätzlichen Services ergänzt werden. Eines der Projekte sieht ein persönliches Cockpit für Steuerpflichtige vor. «Wir haben natürlich nicht die Vorstellung, dass nachher alle gerne ihre Steuern zahlen – wobei es durchaus Leute gibt, die deren Sinnhaftigkeit sehen –, aber es soll möglich sein, via ‹Mein Konto› besser nachzuverfolgen, wo man beispielsweise in Sachen Steuerrechnungen steht», erläutert Leupi. Die Umsetzung sei aber sehr komplex, da es hier sehr viele Parameter und Bereiche zu berücksichtigen gäbe, weshalb das Steuer-Cockpit erst in gut einem bis anderhalb Jahren realisiert werden könne. «Den Ehrgeiz haben wir aber, dies erfolgreich umzusetzen», meint er.
Aber auch verwaltungsintern werden Digitalisierungsprojekte angegangen. So ist ein digitaler Posteingang in Planung. Hierbei sollen alle eingehenden Briefe eingescannt werden, so dass sie von da an nur noch in digitaler Form in der Verwaltung zirkulieren. Mit diesem Vorhaben erhofft man sich, in der Verwaltung «endlich medienbruchsfrei» arbeiten zu können, wie Leupi ausführte. Durch die dadurch erreichte Effizienzsteigerung sollen auch die Verfahren schneller bearbeitet und abgeschlossen werden können.


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