Planungssicherheit für Schweizer Notes-User

«Liefere statt lafere»

Computerworld: Welche Pläne verfolgt HCL mit Notes/Domino?
SNoUG: Ein grosses Thema. HCL hat aus Sicht der SNoUG drei Dinge erkannt. Zum einen ist Notes/Domino eine überaus mächtige, stabile und sichere Plattform, die in vielen Unternehmen (darunter auch solche, die E-Mail auf andere Plattformen migriert haben) eine Zukunft haben kann. Dies nur schon deshalb, weil eine Ablösung der darauf realisierten Applikationen in vielen Fällen teuer, wenn nicht nahezu unmöglich ist.
Die zweite Erkenntnis betrifft die Clients. Hier ist in den letzten Jahren einfach viel zu wenig gemacht worden. HCL hat mit der Lieferung von «Notes auf dem iPad» (und bis Ende Jahr auch auf Android-Tablets) ganz sicher einen richtigen und wichtigen Schritt gemacht. Auch Verse, der browserbasierte E-Mail-Client, wurde stark erweitert und hat darüber hinaus in den letzten Monaten weitere Verbesserungen bekommen.
Andrew Magerman von der SNoUG sieht Kostenvorteile bei bestehenden Domino-Applikationen
Quelle: Magerman
Schliesslich hat HCL drittens verstanden, dass Kunden und Partner echten Fortschritt und eine Perspektive sehen wollen. Es hat noch nie genügt, nur darüber zu sprechen, was man alles plant. Am Ende des Tages muss auch geliefert werden. HCL hat eine neue Notes/Domino Version für den Oktober 2018 versprochen. Am 10. Oktober wurde sie tatsächlich vorgestellt, einen Tag später konnte die Software herunterladen werden. Versprechen einhalten, dass ist es, was wir als SNoUG auch in Zukunft von HCL erwarten.
Computerworld: Wie sieht die Schweizer Partnerlandschaft für Notes/Domino aus?
SNoUG: In der Deutschschweiz zählen wir knapp ein Dutzend Dienstleister für Notes/Domino. Unternehmen wie Ategra, Belsoft, BizCon, Cross-Works, iota, Laurus, Magerman und WebGate bieten Dienstleistungen an, sind aber auch auf anderen Gebieten tätig. Weiter gibt es lokale Niederlassungen ausländischer Unternehmen, die in vielen Fällen sich auf den Verkauf von Lösungen fokussieren und weniger auf Dienstleistungen.
Computerworld: In der Schweiz gibt es mit «SNoUG» und «Icon» gleich zwei User Gruppen für Notes und Domino. Gibt es eine Kooperation oder Konsolidierung?
SNoUG: Unser Präsident Helmut Sproll ist im Gespräch mit Belsoft-CEO Andreas Ponte. Sein Unternehmen ist eine der treibenden Kräfte hinter der User Group «Icon Switzerland». Sie diskutieren über eine mögliche Kooperation oder gemeinsame Anlässe. In Ergänzung ist die SNoUG in Gesprächen mit internationalen User Groups, um allenfalls Synergien zu erzielen und mögliche Terminkonflikte zu vermeiden.
Von HCL erhielten wir zuletzt das Signal, dass sich die neuen (alten) Verantwortlichen einen gemeinsamen Ansprechpartner für die Schweizer User wünschen.
Computerworld: Um die SNoUG ist es ruhig geworden. Wie geht es weiter?
SNoUG: Da der IBM/HCL-Deal nun endlich in den berühmten trockenen Tüchern ist, sind wir in konkreten Gesprächen mit HCL über die nächste Tagung. Termin ist der 19. November 2019 in Zürich. Jeder, der an dem Thema interessiert ist, sollte regelmässig auf unserer Homepage (www.snoug.ch) vorbeisehen. Dort wird auch über die kommende Tagung informiert, an der neben den bekannten Fachleuten auch Richard Jefts von HCL anwesend sein wird.


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