02.08.2004, 00:00 Uhr

Unisys kommt nicht an Linux vorbei

Die sonst so Windows-getreue Serverspezialistin Unisys will demnächst einen Linux-Server ins Angebot nehmen.
Linux setzt sich immer mehr durchÖvor allem im Serverbereich gewinnt das offene Betriebssystem immer mehr an Boden. Diese Tatsache muss sich auch Unisys eingestehen, die als Branchenprimadonna im hochpreisigen Windows-Server-Segment gilt. Nun will sie ihren Server ES 7000, mit dessen Wintel-Variante sie im letzten Jahr schätzungsweise 300 Millionen Dollar umgesetzt hat, in einer Linux-Version herausbringen.
Es war eine harte Entscheidung, schliesslich wollen wir unser Beziehung zu Microsoft nicht belasten
, meint Unisys-COO Joe McGarth. Allerdings müsse man den Wünschen der Unternehmensanwender entsprechen, die immer lauter nach einem Linux-ES-7000 gefordert hätten, so McGarth. Microsoft reagiert auf diese Ankündigung mit einem müden Schulterzucken. So glaubt etwa Jeff Price von der Windows Server Group der Remonder, dass sich ausschliesslich jene Nutzer für die Linux-Maschine interessieren werden, die heute auf Unix setzen.
Auch Novell will weiter im Linux-Server-Bereich punkten und wird in den nächsten Tagen Suse Linux Enterprise Server (SLES) in einer aufgefrischten Version auf den Markt werfen. Angeblich soll SLES 9 den jüngsten Kernel 2.6 beinhalten und mit 349 Dollar pro Dual-Prozessor-Server zu Buche schlagen.


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