Digitale Medien 28.08.2019, 07:32 Uhr

Trotz starkem Wachstum: Spotify kann Radio nicht überholen

Spotify setzt in der Schweiz zu einem Aufholmanöver an. Noch hat das Radio aber in Sachen Hörerinnen und Hörer einen gewissen Vorsprung.
Der Musik-Streaming-Dienst Spotify gewinnt in der Schweiz viele Hörerinnen und Hörer
(Quelle: PhotoMIX-Company/Pixabay )
Der Musikdienst Spotify hat in der Schweiz innert Jahresfrist 325'000 neue Userinnen oder User hinzugewonnen. Trotz dieser wachsenden Konkurrenz durch Dienste wie Spotify und Netflix schaltet ein Grossteil der Bevölkerung weiterhin die Radio- und TV-Geräte an.
So haben die Radiosender rund 5,6 Millionen Hörerinnen und Hörer, während Spotify auf 1,6 Millionen kommt. Dies zeigt der Digimonitor der Interessengemeinschaft elektronische Medien (Igem) und der Werbemedienforschung Wemf, der am Dienstag veröffentlicht wurde.
Auch jüngere Personen hören noch weitverbreitet Radio: Mehr als Dreiviertel der Personen unter 25 Jahren schaltet einen Radiosender ein, fast die Hälfte davon täglich. Dies, auch wenn der Musikdienst Spotify mit 325'000 neuen Userinnen oder Usern innert Jahresfrist stark zugelegt hat. Damit startet nun fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung gelegentlich Spotify, um Musik zu hören. Von den Jungen ab 15 Jahren gar jede oder jeder Sechste sogar täglich.
Ebenfalls beliebt ist der Filmdienst Netflix. Der hat zwar noch mehr Nutzer als Spotify, wächst aber nicht mehr so schnell. Knapp 1,8 Millionen schauen Netflix. Der Dienst ist jedoch nicht ganz billig, was sich darin widerspiegelt, dass die Nutzung mit steigendem Einkommen zunimmt.

Youtube ist Spitzenreiter

Unangefochten an der Spitze der Video-Dienste ist Youtube mit 4,2 Millionen Nutzerinnen und Nutzern. Den Online-Video- und Film-Diensten stehen die 5,9 Millionen Menschen in der Schweiz gegenüber, welche klassisches Fernsehen schauen. Das ist beispielsweise fast das Dreifache der Netflix-Nutzerinnen und -Nutzer.
Nicht überraschend konsumieren viele Menschen Fernseh- und Radio-Sendungen via Smartphone und Computer. Nichtsdestotrotz schaut der Grossteil noch zuhause auf den klassischen Geräten fern. In allen Altersgruppen bleibt das klassische TV-Gerät das mit Abstand beliebteste Gerät.
Jüngere sehen im Fernsehen sogar ein «soziales Medium», da es gemäss der Studie überdurchschnittlich oft zu Besuch bei Freunden, Bekannten oder Verwandten geschaut wird.


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