15.02.2012, 08:52 Uhr

2011 war ein Malware-Rekordjahr

Im vergangenen Jahr sind laut Sicherheitsanbieter Panda Security nicht weniger als 26 Millionen neue Schadprogramme im Internet entdeckt worden. Die Schweiz steht allerdings noch immer gut da.
Mit 26 Millionen neuen Schädlingen, die in Umlauf gebracht wurden, hat das vergangene Jahr einen unrühmlichen Rekord aufgestellt. Diese Zahl entspricht laut dem Sicherheitsspezialisten Panda Securityeinem Drittel aller in den vergangenen Jahrzehnten klassifizierten Bedrohungen. Pro Tag tauchen etwa 73'000 neue Schadprogramme auf. Rund drei von vier Schädlingen waren Trojaner – im Jahr 2010 lag ihr Anteil noch bei 56 Prozent. Trojaner sind somit die mit Abstand häufigste Bedrohung, vor gewöhnlichen Viren (14 Prozent) und Würmern (8 Prozent).

Analysiert man die Anzahl der Infektionen durch Schadprogramme, kommen Trojaner auf einen Anteil von zwei Dritteln. Der Grund für den etwas tieferen Wert im Vergleich zu der Anzahl neuer Schädlinge: Trojaner können sich, anders als Viren oder Würmer, nicht selbstständig vermehren.

Schweiz steht nach wie vor gut da

Immer wieder interessant ist ein Blick auf die Länderstatistik. Auch 2011 lag China mit gut 60 Prozent infizierten PCs an der Spitze der Rangliste. Dahinter folgen mit Thailand (56 Prozent) und Taiwan (53 Prozent) weitere asiatische Ländern. Deutlich besser steht die Schweiz da: Nur rund 26 Prozent aller Computer sind hierzulande infiziert. Das ist nach Schweden (24 Prozent) der zweitbeste Wert. Der globale Durchschnitt liegt laut Panda Security bei 38 Prozent. In Deutschland sind knapp 30 Prozent aller PCs von Schad-Software befallen.

Panda Security äusserte sich im Jahresbericht 2011 auch zu den grössten Gefahren für das laufende Jahr. Wenig überraschend werden die sozialen Netzwerke wie Facebook wieder als Hauptangriffsziel genannt. Für 2012 erwarten die Sicherheitsexperten zudem einen weiteren Anstieg der Malware-Programme. Analog zum steigenden Marktanteil von Macs wird auch ein Anstieg von Malware für die Apple-Computer erwartet. Genauso soll die Zahl an Schadprogrammen für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets weiter zunehmen. Und: Panda Security erwartet für das laufende Jahr auch eine weitere Zunahme der Cyber-Attacken auf Regierungen und Firmen.
Harald Schodl


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