Datenleck 21.09.2020, 15:53 Uhr

Slowakische Corona-Testdaten geraten ungesichert ins Netz

In der Slowakei sind Daten von fast 400'000 Bürgerinnen und Bürger, die auf das Coronavirus getestet wurden, im Netz gelandet. Grund dafür war ein Datenleck im staatlichen Gesundheitssystem.
(Quelle: Pixabay)
Wegen eines Datenlecks im staatlichen Gesundheitssystem sind persönliche Daten von nahezu 400'000 auf das Coronavirus getesteten slowakischen Bürgern ungesichert ins Internet geraten. Das bestätigte das Nationale Zentrum für Gesundheitsinformationen NCZI. Das Leck sei aber inzwischen repariert worden, erklärte NCZI-Chef Peter Bielik vor Journalisten. 
Auf den Fehler hatte eine Gruppe sogenannter ethischer Hacker aufmerksam gemacht. «Wir hatten gar nicht die Absicht gehabt, nach den Daten zu suchen, es war reiner Zufall, dass wir auf sie bei einer einfachen Google-Suche im Internet gestossen sind», erklärte IT-Spezialist Pavol Luptak dem Nachrichtenportal «Pravda.sk». Es seien überhaupt keine speziellen Kenntnisse notwendig gewesen, um an die Daten zu gelangen.
Er und seine Kollegen hätten probeweise die Datensätze von 130'000 Patienten heruntergeladen und dann die Behörde auf das Leck aufmerksam gemacht. Die Daten – unter anderem Namen, Geburtsdaten, Adressen, Testergebnisse, Krankheitsverläufe und andere Labordaten – wollten sie wieder löschen. Die Öffentlichkeit sei erst informiert worden, nachdem die Behörde das Datenleck geschlossen hätte, sagte Luptak.


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