Interne Systeme betroffen 06.01.2020, 11:27 Uhr

Österreichisches Aussenministerium von Hackern angegriffen

Das österreichische Aussenministerium fiel am Wochenende einem schweren Cyberangriff zum Opfer. Der Behörde zufolge könnte ein staatlicher Akteur hinter der Attacke stecken.
Das österreichische Aussenministerium in Wien wurde Opfer eines Cyberangriffs
Das österreichische Aussenministerium ist nach eigenen Angaben Ziel «eines schwerwiegenden Cyberangriffs» auf seine IT-Systeme geworden. Die Internetseite des Ministeriums sei nicht betroffen, sondern die internen Computersysteme, sagte Sprecher Peter Guschelbauer. «Aufgrund der Schwere und der Art des Angriffes kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um einen gezielten Angriff eines staatlichen Akteurs handelt», teilte die Behörde in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Innenministerium mit. Auch am Sonntag lief die Attacke laut Ministerium noch.
«In der Vergangenheit wurden bereits einige europäische Länder zum Ziel ähnlicher Attacken», hiess es in der Mitteilung. Das Problem sei sehr rasch erkannt worden. Es seien umgehend Gegenmassnahmen eingeleitet und ein Koordinationsausschuss mit allen relevanten Stellen des Bundes eingerichtet worden. Details zu Art und Ablauf des Cyberangriffs oder konkreten Folgen der Attacke wurden zunächst nicht publik gemacht. «Trotz aller intensiven Sicherheitsvorkehrungen gibt es gegen Cyberangriffe keinen 100%-igen Schutz. Die dafür vorgesehenen staatlichen Schutzmechanismen sind auf allen Ebenen aktiv.»


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