Cloud Security 08.06.2020, 07:03 Uhr

Sicher in die Wolke

Cloud Computing boomt. Umso wichtiger wird dabei auch die Sicherheit der Rechen- und Datenwolken. Somit rückt Cloud Security immer mehr in den Fokus von Anwenderunternehmen.
Die Cloud rückt immer mehr ins Zentrum der IT-Security
(Quelle: MashiroMomo/Pixabay)
Wenn ein ICT-Bereich derzeit besonders boomt, dann ist es wohl Cloud Computing. Gemäss aktuellen Zahlen von Canalys sind die Ausgaben hierfür global 2019 auf 107,1 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dies entspricht einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 37,6 Prozent. Nicht zuletzt durch die Etablierung der Hyperscaler in der Schweiz, also der mächtigsten globalen Cloud-Anbieter AWS, Google und Microsoft, dürfte die Nutzung von Rechen- und Datenwolken hierzulande ebenfalls drastisch zunehmen. Hierbei reiben sich nicht nur die Anbieter und zugehörigen Dienstleister die Hände, auch Hacker wittern Morgenluft.
Dass Anwenderunternehmen in hohem Mass in der Cloud angreifbar sind, hat unlängst der Cloud-Security-Spezialist Netskope gezeigt. Eine Auswertung der Daten des eigenen «Threat Labs» ergab für 2019, dass 44 Prozent der bösartigen Bedrohungen Cloud-basiert sind. Dies ist umso attraktiver für Hacker, als Netskope davon ausgeht, dass 89 Prozent der Endanwender von Firmen in irgend­einer Form Cloud-Dienste in Anspruch nehmen.
Swiss-IT-Studie
Sicherheitsbewusste Schweizer IT-Verantwortliche
Dass IT-Security im Allgemeinen und Cloud Security im Besonderen auch bei Schweizer Anwenderfirmen ein Thema ist, zeigt die aktuelle Swiss-IT-Studie von Computerworld und IDC, bei der gut 300 IT-Verantwortliche aus Schweizer Unternehmen zu brennenden Themen befragt wurden. So beurteilten ganz allgemein bei der diesjährigen Umfrage 59,7 Prozent der Befragten die Gewährleistung der «IT-Security und der Compliance» als sehr wichtige Aufgabe der IT-Abteilung. Zum Vergleich: 2019 waren es nur 46,2 Prozent.
Zudem merken immer mehr Schweizer Firmen, dass die Möglichkeit, selbst angegriffen zu werden, sehr real geworden ist. Nur so lässt sich erklären, dass heuer 36,0 Prozent «Wiederherstellungs- und Notfallpläne nach Angriffen» zu ihren drei wichtigsten IT-Security-Themen rechnen. Im Vorjahr waren noch 29,4 Prozent der Befragten dieser Meinung.
Schliesslich zeigt die Swiss-IT-Studie, dass Cloud Security sehr ernst genommen wird. So nannten in der diesjährigen Untersuchung 59,0 Prozent (Vorjahr: 53,2 Prozent) der Befragten, dass sie auf die hohe Sicherheit des Rechenzentrums und den Datenschutz bei der Wahl eines Cloud-Providers besonderen Wert legen.
Damit zusammen hängt auch, dass noch mehr Studienteilnehmer ihre Daten gerne in  Rechenzentren innerhalb der Landesgrenzen gespeichert wissen. Für 61,9 Prozent der befragten Entscheider ist der Schweizer Standort der Daten bei der Wahl eines Cloud-Anbieters ausschlaggebend. 52,4 Prozent beträgt der Referenzwert für 2019. Genau gleich viele, nämlich 55,8 Prozent der Befragten, nennen sowohl 2019 als auch 2020 die hohe Verfügbarkeit als bedeutendstes Kriterium bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters.


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