Kommentar 04.10.2019, 13:29 Uhr

Hickhack um Huawei-Smartphones geht weiter

Huawei hat wohl das Nachinstallieren der Google-Apps beim Mate 30 selbst ermöglicht, und wird gleich sanktioniert: Google entzieht dem Spitzenmodell die «SafetyNet»-Zertifizierung. Google-Apps kommen nicht mehr aufs Smartphone. Eine Katastrophe.
(Quelle: NMGZ )
Es ist keine Lösung in Sicht – zumindest nicht für Europa und weite Teile der Welt. Huaweis gesamte Mate-30-Serie sitzt dort in den Startlöchern, und keiner weiss wie lange noch. Warum? Weil das Spitzenmodel, als erstes Huawei-Handy, direkt von den Sanktionen der US-Regierung betroffen ist, und ab Start ohne Google-Dienste wie (Maps, Drive, Youtube etc.) oder auch Whatsapp respektive Instagram ausgeliefert wird. Aufgrund des ebenso fehlenden Play-Stores lassen sich die Apps auch nicht über diese Applikation nachinstallieren.
Ein Kommentar von Daniel Bader, stellvertretender Chefredaktor PCtipp
Quelle: NMGZ
Keinerlei Zugeständnisse:
Die US-Regierung wiederum bleibt hart und weicht keinen Zentimeter von ihrer Stossrichtung ab. Es kann sogar noch schlimmer kommen, denn neues Ungemach droht in eineinhalb Monaten: Denn am 19. November endet auch die dreimonatige Verlängerungsfrist (wir berichteten), wie das «Deputy Assistant Secretary of State» (Teil des amerikanischen Aussenministeriums) auf eine Anfrage des Nachrichtendienstes Bloomberg bestätigte. Und die soll nicht nochmals verlängert werden. Huawei dürfte dann u.a. keine Hardware-Komponenten mehr von US-amerikanischen Firmen beziehen. Zudem denkt man, so Rob Strayer, Sprecher des entsprechenden Ministeriums, darüber nach, «gewisse Strafen für Verbündete einzuführen, die nicht beim 5G-Ausbau auf Huawei verzichten.»
Hintergrund: Das damals ausgehandelte Moratorium selbst ist wiederum hochbrisant. Denn Google selbst hatte gegen das Vorgehen der US-Regierung interveniert, und starke Sicherheitsbedenken geäussert, da ein sofortiges Stilllegen von Huawei-Geräten zur massiven Gefährdung der inneren Sicherheit führen könnte.


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