01.06.2015, 17:38 Uhr

Nokia steigt ins Server-Geschäft ein

Telkos können bei Nokia neu auch speziell auf ihre Netze ausgerichtete Server bestellen. Die Idee der Finnen ist, die nötige Rechenarbeit von den jeweiligen Übertragungs-Standorten abzuziehen und in einer Cloud zu zentralisieren.
Nokia weitet sein Geschäft aus: Telekom-Unternehmen bekommen bei dem finnischen Konzern künftig auch speziell angepasste Server für ihre Netze. Gewöhnliche Computer-Hardware sei nicht ausreichend auf den Einsatz bei Netzbetreibern zugeschnitten, sagte Nokia-Manager Phil Twist zur Erklärung der Deutschen Presse-Agentur. Die neue Technologie mit dem Namen AirFrame solle den Telekom-Anbietern helfen, die rapide steigenden Datenmengen zu bewältigen Die Idee dabei ist, die nötige Rechenarbeit von den jeweiligen Übertragungs-Standorten abzuziehen und in der Cloud zu zentralisieren. Das werde die Netze flexibler machen und sei eine wichtige Voraussetzung für die Einführung der nächsten schnellen Datenfunk-Generation 5G. Die Nokia-Server können dabei auch mit der Netzwerk-Technik von konkurrierenden Anbietern zusammenspielen. Ausserdem könnte Nokia mit der Zeit generell zu einem Ausrüster von Rechenzentren werden: Die Server seien auch ausserhalb der Telekom-Branche einsetzbar, betonte Twist. Airframe werde voraussichtlich im Schlussquartal dieses Jahres verfügbar sein, kündigte Nokia am Montag an. Nokia konzentriert sich nach dem Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft auf das Geschäft als Netzwerk-Ausrüster und will mit dem Kauf des Konkurrenten Alcatel-Lucent zur Nummer eins in der Branche aufsteigen.


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