26.04.2017, 11:39 Uhr

Cyber-Risiken bleiben für die Schweiz bestehen

Weil die Bedrohungslage nicht abnimmt, will der Bundesrat eine zweite Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken erstellen.
Der Schutz vor Cyber-Risiken ist sehr wichtig, wie die steigende Zahl an Vorfällen im In- und Ausland deutlich aufzeigt. Neben der herkömmlichen Cyber-Kriminalität richten sich die Angriffe vermehrt gegen Staaten und kritische Infrastrukturen. Dieser Umstand und die Tatsache, dass Cyber-Angriffe zudem auch zu politischen Zwecken eingesetzt werden, bedeuten, dass auch die Bedrohung der Schweiz durch Cyber-Risiken künftig weiter steigen wird.

Erste NCS läuft aus, die Bedrohung bleibt bestehen

Um dieser Bedrohung zu begegnen, hatte der Bundesrat 2012 die erste Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS) für die Jahre 2012-2017 beschlossen. Die Umsetzung dieser Strategie endet plangemäss dieses Jahr. Der heute vom Bundesrat verabschiedeteJahresbericht 2016 zum Umsetzungsstand der NCS zeigt auf, dass 15 der 16 Massnahmen schon heute erfolgreich abgeschlossen sind. Als Basis für den Entscheid, ob und wie die NCS künftig weitergeführt wird, hat die Regierung eine Wirksamkeitsberprfung der bisherigen Umsetzung in Auftrag gegeben und heute davon Kenntnis genommen. Die Ergebnisse zeigen gemäss Bundesrat, dass die strategische Ausrichtung der NCS richtig gewählt wurde und die dezentrale, aber eng koordinierte Umsetzung der NCS insgesamt gut funktioniert. In allen Bereichen sei es gelungen, funktionierende Prozesse und Strukturen zu etablieren und nötiges Spezialwissen aufzubauen, so dass die Schweiz heute besser auf Cyber-Risiken vorbereitet sei als 2012, heisst es. Gleichzeitig werde deutlich, dass mit der NCS erst ein Fundament gelegt worden sei und der Schutz vor Cyber-Risiken weiter ausgebaut werden müsse.

Nachfolgestrategie 2018-2023 beantragt

Auf der Grundlage dieser Beurteilung der bisher geleisteten Arbeiten und der Analyse der aktuellen Bedrohungslage hat der Bundesrat das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) beauftragt, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Stellen eine Nachfolgestrategie für die Jahre 2018-2023 auszuarbeiten und diese bis Ende Jahr dem Bundesrat vorzulegen. Sie soll die geschaffenen Strukturen und Prozesse nutzen, um den Schutz vor Cyber-Risiken nachhaltig zu stärken. Der Bundesrat hat entschieden, die Finanzierung der bisherigen 30 Stellen der NCS zur Weiterführung und zum Ausbau des Schutzes vor Cyber-Risiken in den verschiedenen Departementen unbefristet zu verlängern.


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