Test zu RFID-Skimming 01.06.2017, 14:30 Uhr

So schützt man sich

Kreditkartendaten können heute kostenlos und von jedermann gescannt werden wie unser Video zeigt. Was hilft dagegen?
Die RFID-Technik macht vieles im Leben bequemer: kontaktloses Zahlen, weniger Tippen und so weiter. Problem: der Datenschutz. Jede Person mit einem Android-Smartphone kann kostenlos eine Kartenleser-App herunterladen und damit Daten von Karten, sollte er für kurze Zeit in deren Besitz kommen, scannen. Kreditkartennummer, Ablaufdatum, Eigentümer und sogar Buchungsprotokolle können so eingesehen werden. Innert Minuten sind solche Daten entweder für eigene Zwecke missbraucht oder für 20 bis 30 Euro pro Datensatz im Darknet verkauft. Computerworld hat mit den Experten von Soomz.io einen Test durchgeführt. Das Schweizer Unternehmen Soomz.io hat es sich zur Aufgabe gemacht, den persönlichen Datenschutz sicherzustellen. Eine Produktereihe simpler Gadgets macht das möglich, darunter der RFID Protection Sleeve. Dieser besteht aus Papier, das über eine Aluminiumlegierung verfügt. Diese blockiert die Frequenzen, die benötigt werden, um via RFID und Scanner an Kartendaten (Kreditkarte, SwissPass, biometrische Pässe etc.) zu kommen. Das funktionierte im Test. Sobald die Karten in den Etuis versorgt waren, versagte die Scanner-App beim Versuch, an Daten zu gelangen. Etwas weniger überzeugt hat die Haptik, bzw. die Praktikabilität im Alltag – denn einerseits benötigt man mehr Zeit, um an die Karten zu gelangen und andererseits wird das Portemonnaie durch die Sleeves ziemlich vollgestopft. Unter dem Strich tun die Sleeves aber ihren Job. Sie sind für knapp 10 Franken erhältlich. Die Experten von Soomz.io berichten im Video über ihr Unternehmen, ihre Produkte und ihre Einschätzung zum heutigen Datenschutz:


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