Studio 8 von Macromedia

TEST: Studio 8 von Macromedia

Bitte bei Apple spicken

Keine Frage, Studio 8 hat in vielerlei Hinsicht dazu gewonnen. Revolutionär ist das Update aber deshalb nicht. Macromedia erfindet vernünftigerweise das Rad nicht neu, da Dreamweaver oder Fireworks, insbesondere aber Flash komplexe Anwendungen sind, die man nicht über Nacht erlernt. Zu bemängeln bleibt, dass die Herstellerin keinerlei Anstrengungen unternommen hat, um die Software benutzerfreundlicher als bisher zu machen und den Lernaufwand zu verringern. Apple hat mit dem Videoanimationsprogramm Motion bewiesen, dass «intuitiv» kein Marketing-Buzzword sein muss. Eine durchdachte, gut strukturierte Arbeitsoberfläche und klug gebaute Werkzeuge erlauben es frisch gebackenen Anwendern, schnell auf einen grünen Zweig zu kommen. Das Flash-Entwicklerwerkzeug hingegen bleibt über Gebühr kompliziert.
Ob das Update seinen Preis wert ist, lässt sich nicht abschliessend beantworten. Zu breit sind die Einsatzmöglichkeiten eines dicken Softwarepakets wie Studio 8. Fraglos bekommt man etwas für sein Geld, zumal Macromedia nun auch Contribute, das Content-Management-System für die KMU-Website, sowie seine Flash-Paper-Technik mitliefert. Mit letzterer lassen sich analog zum Adobe Distiller aus jeder Anwendung PDF- und Flash-Dateien erstellen. Da jede beliebige frühere Version von Studio, Dream-weaver, Flash, Freehand, Fireworks oder Coldfusion berechtigt ist, die Update-Version zu ordern, kommt man doch relativ preiswert zu der neuen Version.
Matthias Schüssler



Das könnte Sie auch interessieren