Twint will Bargeld-Domänen erobern

Im Rückstand gegenüber Skandinavien und Afrika

Global gesehen setzten sich die Handy-Bezahldienste vor allem in Regionen mit einer starken digitalen Infrastruktur und ohne Bargeldkultur durch, sagte Mose. So seien sie heute etwa in Skandinavien weitherum akzeptiert. Aber auch in manchen Regionen Afrikas sei die mobile Art zu bezahlen schon weit fortgeschritten. Denn Bezahlapps erlaubten es dort, Lücken bei der Finanzinfrastruktur zu schliessen.
In der Schweiz habe es zwar eine gute digitale Infrastruktur, doch sei die Bargeldkultur stark verankert. Dennoch zeigte sich der Twint-Präsident überzeugt, dass mobile Bezahllösungen wie Twint schliesslich zur bevorzugten Bezahlmöglichkeit avancieren werden.

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Mose verglich die Entwicklung mobiler Bezahllösungen mit der Einführung der ersten Bankkarten. Deren Einführung sei je nach Land sehr unterschiedlich verlaufen. Heute könne sich aber niemand mehr eine Welt ohne Debit- oder Kreditkarten vorstellen.
Twint wurde vor vier Jahren gegründet. 2016 fusionierte der Dienst mit dem Konkurrenten Paymit. Seither gehört Twint den sechs grössten Schweizer Banken und der Finanzinfrastrukturbetreiberin Six. Im letzten Mai hat zudem die französische Gruppe Worldline angekündigt, sich mit 20 Prozent an dem Handybezahldienst zu beteiligen – ein Signal, dass Twint bald in weiteren Märkten in Erscheinung treten könnte.


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