IT-Honorare 26.02.2004, 00:00 Uhr

Freies Schaffen zu tieferem Lohn

Laut einer vom IT-Projektportal Gulp erhobenen Analyse von Stundensätzen sind die Honorare von Schweizer Freiberuflern erneut gesunken.
Die Lohnforderungen freiberuflicher Schweizer IT-Fachkräfte sind während der vergangenen sechs Monate um 6,32 Franken auf rund 136 Franken pro Stunde gesunken. Dies berichten die Betreiber der deutschen IT-Projektvermittlungsplattform Gulp ( ). Im gleichen Mass bescheidener geben sich die freien Informatiker in Deutschland,
und in Österreich sind die Forderungen gar um 9,5 Franken geschrumpft. Nach wie vor liegt der Schweizer IT-Projektmarkt oben auf. Während die österreichischen Freiberufler heute im Schnitt 109 Franken die Stunde für ihre Dienste verlangen, schätzen unsere nördlichen Nachbarn ihren Wert auf 104 Franken. Allen drei Ländern ist gemeinsam, dass sich die verhaltenen Forderungen kaum mehr von den Stundensätzen unterscheiden, die die Projektanbieter effektiv zu berappen willens sind. Auch wenn die von Gulp erhobenen Zahlen für die Schweiz auf einer eher niedrigen Grundmenge basieren, erachtet sie William Kneier, Betreiber der Online-Plattform IT-Gate (www.it-gate. ch), als realistisch. «Seit September 2002 sind die helvetischen Ansätze um 10 bis 20 Prozent geschrumpft», sagt Kneier. Er mahnt jedoch zur Vorsicht, da die Honorare je nach Segment und Erfahrung stark variieren könnten und für wahre Experten noch immer Spitzensätze bezahlt würden. Künftig rechnet Kneier mit einer Stabilisierung der Lage.



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