29.03.2016, 14:30 Uhr

Post lanciert Online-Marktplatz für Kleinunternehmen

Die Post startet heute in Bern einen Online-Marktplatz für Kleinunternehmen. Sie übernimmt die gesamte E-Commerce-Wertschöpfungskette, vom Shop über Logistik bis zum Inkasso. Sie bindet auch lokale Start-ups ins Projekt ein und offeriert einen SMS-Butler.
Mit dem Internet ist die Welt zum Marktplatz geworden. Jedermann kann Produkte nach China, Zimbabwe oder Deutschland verkaufen. Dafür braucht es nur einen Webshop. Weil das Aufsetzen eines erfolgreichen E-Commerce-Kanals allerdings Tücken hat und vor allem Kleinunternehmen oft keine Ressourcen/Know-How dazu haben, können viele Unternehmer das Potential einer Webseite, geschweige denn eines Onlineshops, nicht ausnutzen. Diesen Firmen möchte die Schweizerische Post helfen. Sie testet seit heute im Raum Bern ihren Online-Marktplatz Kaloka. Knapp 45 Berner Geschäfte bieten ab sofort ihre Artikel auf der gemeinsamen Shoppingplattform an. Bestellungen bis 13.00 Uhr sollen bis 16.00 Uhr zugestellt werden. Bestellungen bis 17.00 Uhr werden bis 20.00 Uhr ausgeliefert. Die Gleichtagszustellung erfolgt mit dem Cargovelo-Kurierdienst des Startup-Unternehmens «notime».  
Die Post sagt, dass dank «Kaloka» die Kleinunternehmen Zugang zum boomenden E-Commerce erhalten sollen. Sie können sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren, während die Post die «restliche E-Commerce-Wertschöpfungskette» wie den Onlineshop, die Konfektionierung oder das Inkasso übernimmt. Für die Dienstleistungen müssen die Unternehmen acht Prozent Transaktionsgebühr auf den Gesamtbetrag zahlen.

SMS-Service

Daneben bietet «Kaloka» die Möglichkeit, per SMS nach Produkten zu suchen. Eine einfache SMS genügt und man erhält entsprechende Vorschläge aus dem bestehenden Sortiment wiederum via SMS zugesandt. Bis zum 15. September 2016 wird «Kaloka» als Pilotprojekt betrieben. Anschliessend wird evaluiert, ob und wie das Projekt fortgesetzt werden soll.


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