4G-Netz 21.11.2017, 15:30 Uhr

Bei Sunrise surft es sich am schnellsten

OpenSignal hat seine zweite Auswertung zur Leistungsfähigkeit von Schweizer Mobilfunknetzen veröffentlicht. Der Report zeigt, dass das Sunrise-Netz nicht nur vielerorts verfügbar, sondern auch schnell ist.
Übersicht: Wer ist wo am besten?
In den vergangenen sechs Monaten haben Salt, Sunrise und Swisscom ihre 4G-Netzabdeckung verbessern können. Bei Salt war dabei der grösste Sprung feststellbar ? die Anbieterin konnte die 4G-Netzabdeckung ihres Mobilfunkdienstes von 69,6 auf 78,8 Prozent erhöhen. Bei Sunrise und Swisscom liegt diese aktuell je bei 84 Prozent. Dies geht aus dem aktualisierten Mobilfunkbericht State of Mobile Networks: Switzerland von OpenSignal hervor. Die britische Firma sammelt für ihre Reports Daten zur Leistungsfähigkeit von Mobilfunknetzen und wertet diese anschliessend aus. Dabei verwendet sie Informationen von Nutzerinnen und Nutzern ihrer Smartphone-App, mit der Details zum verwendeten Mobilfunkdienst gemessen werden. Im Mai hatte OpenSignal erstmals seine gesammelten Daten zur Schweiz verffentlicht. Die aktualisierten Zahlen erlauben nun einen Vergleich zwischen den beiden Momentaufnahmen.

Schnelles Surfen bei Sunrise

In puncto Surfgeschwindigkeit hat Sunrise nach wie vor die Nase vorne. Auf dem 4G-Netz der Anbieterin lag die durchschnittliche Download-Rate bei 36,8 Mbps, wie es im Report weiter heisst. Im Vergleich zur Auswertung im Frühjahr stieg diese um 4 Prozent an. Bei Salt liegt die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit aktuell bei 26 Mbps (+ 9 Prozent). Eine massive Beschleunigung der LTE-Download-Raten stellte OpenSignal bei Swisscom fest. Zwischen den beiden Auswertungen stiegen diese im Schnitt um ganze 40 Prozent an ? von 20,7 auf 28,6 Mbps. Die Verfasser des Berichts mutmassen, dass eine Aufrüstung der Netzwerkausrüstung ein Grund dafür sein könnte. Wahrscheinlicher sei allerdings, dass die Swisscom auf ihrem Mobilfunknetz einfach den «Hahn aufgedreht» habe. Zuvor drosselte der Telco bei preisgünstigeren Abonnementen oder nach dem Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens jeweils die Surfgeschwindigkeit. Eine Lockerung dieser Policy würde gemäss OpenSignal den Anstieg bei der Bandbreite erklären.

Daten von mehr als 10'000 Geräten

Die zweite Schweizer Auswertung erstellte OpenSignal anhand der freiwillig zur Verfügung gestellten Nutzungsinformationen von mehr als 10'593 Geräten. Der Datensatz umfasste dabei mehr als 97,8 Millionen Messungen, die schweizweit zwischen dem 1. August und dem 31. Oktober aufgezeichnet wurden. Auswertungen erstellt OpenSignal nebst der Schweiz unter anderem für Grossbritannien, Italien, Australien, Indien, die Niederlande oder die USA.


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