16.01.2014, 14:44 Uhr

Luzerner müssen auf Steuerrechnung warten

Der Kanton Luzern hat für einen zweistelligen Millionenbetrag die Steuersoftware umgestellt. Das Resultat: es dauert länger, bis die Bürger ihre Steuerrechnung erhalten.
In Luzern wurde ein grosses Datenmigrationsprojekt abgeschlossen, was für die Mitarbeiter Umstellungen mit sich bringt
12 Millionen Franken hat der Kanton Luzern für das Datenmigrationsprojekt LuTax ausgegeben. Mit dem Projekt wurden die Daten der Gemeinden auf das Steuersystem des Kantons übertragen, sagt Paul Furrer, Mediensprecher der Dienstelle Steuern, auf Anfrage der Computerworld. Sämtliche 83 Gemeindesteuerämter migrierten dazu auf die Software Nest, die von den Firmen KMS, Sesam und Innosolv entwickelt wurde. Zweieinhalb Jahre hat die Migration gedauert, nun gibt es die ersten Ergebnisse. «Im Vergleich zum Vorjahr haben wir rund 7,6 Prozent weniger definitive Steuerrechnungen verschicken können», erzählt Furrer der «Neuen Luzerner Zeitung».

Arbeitsabläufe müssen sich einspielen

Die Schuld gibt Furrer nicht der Software – diese sei schon zuvor bei zwei Dritteln der Steuerämter im Einsatz gewesen – sondern den neuen Arbeitsabläufen. Diese müssten sich zuerst einspielen. Beim Projekt LuTax wurden Daten der letzten 10 Jahre migriert, dabei lief nicht alles nach Wunsch. «Die Daten konnten teilweise nicht automatisch zugeordnet werden und mussten manuell nachbearbeitet werden», sagt Furrer. Die Qualität der Daten habe aber insgesamt zugenommen.


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