Die To-do-Liste der Schweizer CIOs

Post: zwei Fliegen, eine Klappe

Auch die Schweizerische Post möchte für budgetierte 83 Millionen Franken ihre ERP-Systeme konsolidieren. Die angestrebten Benefits sind die gleichen wie bei Komax, der Grund, jetzt aktiv zu werden und auf S/4Hana zu wechseln, ist ein anderer. Das alte SAP R/3 der Post wird ab 2025 nicht mehr unterstützt und muss daher ersetzt werden. Die Post schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und konsolidiert mit der Migration auf S/4Hana auch gleich ihre heterogene SAP-ERP-Landschaft. Das riesige Gesamtprojekt ist eine Operation am offenen Herzen. «Bei laufendem Betrieb wird ein komplett neues und hochkomplexes Finanz-­system für die ganze Post-Gruppe aufgebaut», erklärte Post-Finanzchef Alex Glanzmann gegenüber dem Bankenportal «Inside Paradeplatz». Das Projekt beginnt in diesem Jahr und soll laut Plan bis 2021 über die Bühne gehen.
Quelle: IDC/Computerworld
Wenn Unternehmen neue, bessere Technologien einsetzen, stehen meist finanzielle Interessen im Fokus. Schweizer Städte, Gemeinden und Spitäler wollen den Alltag von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern angenehmer sowie stressfreier gestalten. Seit Oktober 2018 bieten zum Beispiel die SBB auf ihrer App die Funktion «EasyRide» an, mit der die Fahrgäste ihre Fahrtkosten automatisch begleichen können, ohne vorgängig ein Ticket am Automaten oder Schalter lösen zu müssen.
Das Ein- und Auschecken im öffentlichen Verkehr, ohne ein Billett von A nach B zu kaufen, komme bei den Kunden an, meldeten die SBB nach vier Monaten Feldversuch. Mit «EasyRide» können Fahrgäste bei Fahrtbeginn einchecken und an jedem beliebigen Ort auschecken. Die App erkennt die gefahrene Strecke und bucht automatisch den Preis für das günstigste Ticket ab. 15 000 Kunden (Stand Februar 2019) hätten am Markttest teil­genommen, verkündete die Transportanbieterin. Innovative Lösungen sind in der Schweiz aber auch dringend gefragt, denn die Zahl der Fahrgäste steigt an: 2016 waren 1,25 Millionen Menschen pro Tag mit den SBB unterwegs. Gemäss der Broschüre «Verkehrsperspektiven 2014» des Bundes sollen es bis 2040 fast 2 Millionen sein.


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