CA 22.04.2013, 15:09 Uhr

das bedeuten Big Data und Cloud für die IT

Wie CIOs die Forderungen der Geschäftsleitung, der Fachbereiche und der Kunden erfüllen können, will CA wissen. An der «CA World» zeigte CEO Mike Gregoire Lösungsansätze auf.
Mike Gregoire von CA eröffnete in Las Vegas die Hausmesse «CA World»
Themen wie Big Data, Bring Your Own Device, Cloud Computing, Mobilität und Social Media sind in aller Munde. Der Fachbereich will die Kundenkontakthistorie für neue Geschäfte nutzen, der CEO sein Tagwerk am iPad erledigen, die Aussendienstmitarbeiter legen die Verkaufspräsentationen auf Dropbox ab, um die Dokumente unterwegs am Smartphone abrufen zu können und Verbraucher beklagen sich via Facebook über Produktmängel. Alles Szenarien, die in jedem Unternehmen heute vorkommen, weiss Mike Gregoire, CEO von CA Technologies. An der Hausmesse «CA World» in Las Vegas erinnert er daran, dass eine Person all diese neuen Szenarien unter einen Hut bringen muss: der CIO. Die laut Firmenangaben rund 5000 Teilnehmer der «CA World» wissen um die Herausforderung ebenso gut wie Gregoire. Sie sind es, die mit den Problemstellungen selbst konfrontiert sind oder von ihren Kunden damit konfrontiert werden. Lösungsansätze für die Probleme hat der CA-CEO während seiner Eröffnungsrede zumindest skizziert. Bei allem Hype um Big Data, Bring Your Own Device, Cloud, Mobile und Social Media gehe es für den IT-Verantwortlichen zunächst darum, die zumeist externen Ressourcen mit der internen Infrastruktur zu integrieren. Die Herausforderung Big Data bei Kreditkartentransaktionen sei anders als noch vor einigen Jahren schon heute lösbar: Moderne Systeme konfrontieren einen Kunden per SMS, wenn er seine Karte in Las Vegas für einen Einkauf nutzt und die Kartendaten nur wenige Minuten später für eine Bestellung bei LeShop verwendet werden. Nach Gregoires Aussage stammen die Systeme für Kreditkarten oftmals aus der Entwicklung von CA. Bei Bring Your Own Device steht der US-amerikanische Hersteller dagegen noch am Anfang. In Gartners Marktübersicht «Magic Quadrant for Mobile Device Management Software» bekommen dann auch Anbieter wie AirWatch, Good Technology, MobileIron und Sybase die Führungsrollen zugesprochen. CA spielt für die Analysten nur eine Nebenrolle. Laut Gregoire soll sich das rasch ändern. Im grössten Entwicklungsvorhaben bis 2014 plane sein Unternehmen eine eigene Software für das IT-Management von Android, iPhone und Co., so der CEO. Selbstredend wolle CA das kommende Produkt in seine bestehenden Lösungen integrieren. Der Administrator verwaltet dann den das iPad genau wie den Mainframe, die verteilten Systeme und die Cloud-Ressourcen. Nächste Seite: Teufelszeug Dropbox?
Die Cloud-Nutzung ist laut Marco Comastri in Grossunternehmen viel stärker gewachsen als in kleinen Firmen. Laut CAs EMEA-President (Europe, Middle East and Africa) sei ein Grund, dass Fachbereiche ohne Rücksprache mit der Informatik selbständig IT-Ressourcen buchen. Wie Comastri an der «CA World» ausführte, würden beispielsweise Manager auch sensible Geschäftsdaten auf Dropbox ablegen, um jenseits des gesicherten Firmennetzwerks auf die Inhalte zugreifen zu können.  CEO Gregoire hat für diese Praxis durchaus Verständnis: «Dropbox ist kein Teufelszeug, es befriedigt ein Bedürfnis. Ein Angestellter kann an seinem Smartphone oder iPad weiterarbeiten, während ihm dies die Unternehmens-IT verwehrt.» In Zukunft sieht Gregoire den CIO als Broker für Informationstechnologie-Ressourcen, die intern produziert oder auch von extern bezogen werden. Laut Tony Lock, Analyst bei Freeform Dynamics, trifft die Broker-Rolle den Nerv der Zeit. Unternehmensverantwortliche fordern von der Informatik in erster Linie nicht neue Funktionen, sondern vielmehr das Integrieren der produktiven Systeme.
Um die IT bei der Integration zu unterstützen, will CA einerseits verstärkt in Cloud-Versionen seiner Produkte investieren. Ziel sei gemäss Gregoire eine Suite mit Management- und Sicherheitslösungen als Service bereitzustellen. Ein Anfang sei mit Nimsoft Service Desk, einer IT-Verwaltungslösung und zum Beispiel dem Sicherheits-Tool CloudMinder schon gemacht. Der Plan sei laut dem CEO, dass CA in Zukunft eine Plattform für das Ressourcen-Management bietet, auf der die hauseigenen Produkte laufen, die aber auch Drittanbieter verwenden können. Im «Clarity Playbook» – einer HTML5-App für iPad und Co. – kann der CIO dann das Monitoring sowie das Kapazitäten-Controlling erledigen. Alle Visionen sind Schall und Rauch, wenn die Kunden weiterhin mit veralteter Software arbeiten, weiss der CA-Geschäftsführer auch. Deshalb wolle sein Unternehmen die in den Dialog mit den Kunden treten, um möglichst viele Anwenderfirmen zu einem Update auf die aktuelle Version zu bewegen. «An der nächsten CA World will ich Kunden präsentieren, die von den Updates profitiert haben», schloss CEO Gregoire seine Eröffnungsrede. Die nächste CA-Hausmesse ist für den Herbst 2014 geplant.


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