16.09.2015, 15:33 Uhr

Credit Suisse und UBS wollen Blockchain-Standard entwickeln

Neun der grössten Investment-Banken der Welt planen, einen gemeinsamen Standard auf Basis der Blockchain zu entwickeln. Finanzgeschäfte dürften sich dadurch gehörig verändern.
Neun der weltgrössten Banken, darunter Credit Suisse und UBS, haben sich mit dem New-Yorker-Startup R3 zusammengetan, um einen Standard für Blockchain zu entwickeln. Bei Blockchain handelt es sich um die Technologie, auf der die digitale Währung Bitcoin basiert. Gemeinsam wollen die Banken Prototypen und Protokolle auf Basis der Blockchain entwickeln. Basierend auf dieser Technologie soll es für die Banken möglich werden, Daten sicher ausserhalb ihrer geschlossenen Netze abzulegen, wo sie bei Bedarf analysiert und miteinander verglichen werden können, berichtet recode. «Wir haben seit einem Jahr verschiedene Gespräche geführt um herauszufinden, welchen Einfluss Blockchain auf die Finanzwelt haben kann, wie man damit Geld und Zeit sparen könnte,» sagte R3-CEO David Rutter der Nachrichtenagentur Reuters. Nebst CS und UBS sind bislang JP Morgan, State Street, Royal Bank of Scotland, BBVA, Goldman Sachs, Barkleys und Commonwealth Bank of Australia in die Gespräche eingebunden. Mehr Details sind nicht bekannt. Blockchain ist ein digitaler Kontoauszug für Transaktionen zwischen Computern und dient als Verifikationsinstrument von Kryptowähreungen. So werden im Bitcoin-System alle Transaktionen in Form von Datenblöcken ('Blocks') zusammengefasst. Ist ein Block komplett, wird er als Teil der Blockchain als permanente Datenbank verfügbar und ein neuer Transaktionsblock wird kreiert. Die Blockchain erfasst jede Transaktion und speichert sie dezentral auf vielen Rechnern. Durch diese verteilte Buchhaltung werden alle Teilnehmer des Netzwerks auf dem gleichen Stand gehalten, zugleich können zentrale Instanzen wie Banken vermieden werden.  Die UBS forscht auch in ihrem neuen Innovationslabor in London an Blockchain.


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