Geschäftszahlen 16.10.2020, 11:55 Uhr

Temenos sieht nach Umsatzknick wieder Aufhellungen

Die Coronakrise schlug bei Temenos auch im dritten Quartal auf die Umsätze durch. Dank des Tritts auf die Kostenbremse legte der Softwareanbieter immerhin beim Betriebsgewinn zu. 
(Quelle: Jesse Zhou / Unsplash)
Dem Westschweizer Bankensoftwareanbieter Temenos machen die Auswirkungen der Coronakrise weiterhin zu schaffen. Von Juli bis Ende September schrumpfte der Umsatz um 7 Prozent auf 213,5 Millionen Dollar, wie Firma in einem Communiqué bekannt gab. Dabei tauchte das Softwarelizenzgeschäft um 22 Prozent auf 76,5 Millionen Dollar. Das ist immerhin eine Verbesserung gegenüber dem Vorquartal, als der Gesamtumsatz um 9 Prozent sank und die Einnahmen aus Softwarelizenzen gar um 37 Prozent einbrachen.
Wegen der Coronakrise sind viele IT-Projekte bei den Banken verschoben worden. Das war auch im dritten Quartal der Fall. Die vereinbarten Geschäfte seien nur weiterhin hinausgeschoben, aber nicht storniert worden. Diese Verzögerungen hätten auch im Sommerquartal angehalten, erklärte Konzernchef Max Chuard in einer Telefonkonferenz.

Corona treibt Wachstum im Cloudgeschäft

In der Krise hätten die Banken vermehrt Cloudlösungen bestellt. Dies führte zur Erosion im traditionellen Geschäft mit Softwarelizenzen, die auf bankeigenen Servern installiert wird. Lizenzverträge für 16 bis 18 Millionen Dollar seien zu Software-Abos in der Cloud mit einem jährlichen Umsatzwert von 7 Millionen Dollar umgewandelt worden, erklärte Chuard.
Während das Software-as-a-Service-Geschäft über 60 Prozent wuchs, schmolz das eigentliche Softwarelizenzgeschäft um knapp 40 Prozent zusammen. Diese gewisse Kannibalisierung des Lizenzgeschäfts durch Software-Abos dürfte künftig weitergehen, erklärte Chuard.
An der Kundenfront sei man erfolgreich gewesen. Temenos habe im dritten Quartal 17 neue Kunden gewonnen.


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