Black-Friday-Fallen 24.11.2017, 11:07 Uhr

Darauf müssen Sie achten

Black-Friday-Angebote locken Schnäppchenjäger – aber auch Cyberkriminelle. Darum sollten Sie besser zweimal hinschauen, auch bei den Aktionsangeboten.
In den USA gilt der «schwarze Freitag» am 24. November als Startschuss für das grosse Weihnachtsgeschäft. Sowohl Onlineshops als auch Onlineshopper sollten aber dieser Tage auf der Hut sein. So mahnte schon letztes Jahr ein Unternehmen mit Sitz in Hongkong vor allem deutsche Händler wegen der Verwendung des Begriffs «Black Friday» ab. Nach wie vor besitzt die Firma Black Friday GmbH offensichtlich diese deutschen Markenrechte. Aber auch Konsumenten müssen an Feiertagen wie Black Friday und Weihnachten besonders auf der Hut sein. Es sind eben die «heiligen Zeiten» ? sowohl für Schnäppchenjäger als auch für Cyberganoven.

Onlinehändler im Visier

Von Angreiferseite her gibt es unterschiedliche Methoden, an Daten heranzukommen. Datenströme von Onlinehändlern, bei denen besonders viele Geschenke gekauft werden, sind Eset zufolge immer ein beliebtes Ziel. Die Angriffsmethoden reichen von manipulierter Software über verseuchte Plug-Ins bis zu gefälschten Apps. Um Kunden zu schützen, reagieren aber die meisten bekannten Shops schon vorbildlich mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und verschlüsselter Datenübertragung (SSL). Tipp: Achten Sie bei Onlineshops immer auf ein vorangestelltes https://. Die gesicherte Verbindung erkennen Sie auch am Schlosssymbol in der Adressleiste des Browsers. Zusätzliche Tipps zum sicheren Shopping im Internet finden Sie in der Bildergalerie.

Gefahren beim Surfen

Grundsätzlich sind Browser immer beliebte Angriffsziele beim Surfen. Daher sollten Sie unbedingt von Zeit zu Zeit Ihre Passwörter überprüfen. Auch wichtig: Die Sicherheits-Software und sämtliche Updates (Betriebssystem und Browser) sollten auf dem neusten Stand sein. Nächste Seite: Neue Gefahren beim Mobile-Shopping

Neue Gefahren beim Mobile-Shopping

Trotz vieler Mythen sind auch Smartphones und Tablets denselben Gefahren wie PCs ausgesetzt. Die Sicherheitsforscher von Eset stossen nach eigenen Angaben immer wieder auf Fake-Apps. Wer daher am schwarzen Freitag auf Schnäppchentour ist, sollte unbedingt über sichere Kanäle surfen: Meiden Sie daher unsichere, öffentliche WLANs und halten Sie bei neuen Apps die Augen offen. Wo die wirklichen Gefahren in den App-Stores lauern, erklären wir in diesem Artikel. Dieselben Sicherheitsvorkehrungen gelten insbesondere auch beim E-Banking. Zudem ist es ratsam, vor und nach dem grossen Kaufrausch während dieser Tage die Kontostände zu überprüfen.

Mit Bedacht shoppen

Damit der Kauf nicht zum schwarzen Freitag wird, gelten auch die allgemeinen Vorsichtsmassnahmen. Seien Sie sich bewusst, dass die Deals unserer Shops kaum mit den gewaltigen Aktionspreisen von US-Shops vergleichbar sind. Viele der fantastischen Preisreduktionen dürften an diesen Rabatttagen statt der versprochenen Reduktion von 50 Prozent real vielleicht bei 20 Prozent liegen. Vergleichen Sie daher vor dem Kauf unbedingt die Preise über Preisvergleichsportale wie toppreise.ch. Datenschutz: Geben Sie so wenig Daten wie möglich preis und verwenden Sie eine alternative E-Mail-Adresse, die Sie sonst nicht für den Mailverkehr nutzen. Schnäppchenfieber: Lassen Sie sich nicht von den Bestandsbalken unter Druck setzen. Viele Onlineshops sind hier nicht immer transparent und nutzen diesen psychologischen Trick, damit gekauft wird. Es lässt sich nämlich meistens nicht erkennen, wie viele Stück noch übrig sind. Tipp: Unsere Schwesterpublikation PCtipp verfolgt das Geschehen bei den Schweizer Online-Händlern und berichtet ber die besten Deals.


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