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Nachhaltige Infrastruktur als Erfolgsfaktor für KI

KI wird zum festen Bestandteil der Wertschöpfung und stellt neue Anforderungen an Rechenzentren. Gefragt sind leistungsfähige und nachhaltige Infrastrukturen, die zugleich Datensouveränität, Compliance und Resilienz zuverlässig sichern.

Mit ZUR4 baut Digital Realty eines der modernsten, nachhaltigsten  Rechenzentren der Schweiz.

© Digital Realty

Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant von einer Zukunftstechnologie zu einem festen Bestandteil des Unternehmensalltags. Heute rückt zunehmend AI Inference in den Vordergrund, also der produktive Einsatz bereits trainierter Modelle für Geschäftsprozesse, Kundeninteraktionen oder Datenanalysen. Gerade in der Schweiz integrieren Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Life Sciences, Industrie und Forschung KI verstärkt in ihre Wertschöpfung. Dadurch verändern sich nicht nur Geschäftsmodelle, sondern auch  die Infrastrukturanforderungen. Hinter jeder KI-Anwendung steht eine physische Infrastruktur, die ihren zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb erst ermöglicht. Rechenzentren sind Teil des Fundaments, auf dem Cloud-Plattformen, KI-Modelle und digitale Services betrieben werden. Mit dem wachsenden Einsatz von KI steigen zugleich die Anforderungen an Energieversorgung, Kühlung, Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit deutlich an. Für viele Unternehmen stellt sich damit die Frage, ob bestehende Infrastrukturen und Betriebsmodelle diesen Anforderungen langfristig noch gerecht werden können. Entscheidend ist heute nicht mehr, ob KI eingesetzt wird, sondern wie sich die dafür notwendige Infrastruktur effizient, skalierbar und nachhaltig gestalten lässt.

Energieeffizienz als Erfolgsfaktor

Der Energiebedarf digitaler Infrastrukturen nimmt kontinuierlich zu. Gleichzeitig verfolgen Unternehmen in der Schweiz ambitionierte Nachhaltigkeitsziele. Damit gewinnt die Energieeffizienz eine neue strategische Bedeutung: Sie ist längst nicht mehr nur eine technische Kennzahl, sondern ein zentraler Faktor für nachhaltiges und wirtschaftliches Wachstum. Ein wichtiger Indikator ist die Power Usage Effectiveness. Für eine ganzheitliche Bewertung werden weitere Kennzahlen berücksichtigt wie CO₂‑Emissionen und Wasserverbrauch im Verhältnis zur bereitgestellten  IT-Leistung. Gemeinsam schaffen diese Kennzahlen Transparenz über die ökologische Performance digitaler Infrastruktur und ermöglichen Unternehmen fundierte Entscheidungen über ihre künftige Infrastrukturstrategie. Mit steigenden Anforderungen rückt für viele Unternehmen die Wahl des geeigneten Infrastrukturmodells stärker in den Fokus. Moderne Rechenzentren schaffen die physischen und technischen Voraussetzungen für den zuverlässigen, skalierbaren und ressourcenschonenden Betrieb von KI-Anwendungen. Für Unternehmen kann dies ein Anlass sein, bestehende Infrastrukturkonzepte zu überprüfen und neu zu bewerten, welche Betriebsform die besten Voraussetzungen für zukünftige KI-Anforderungen bietet.

Unabhängige Standards

Je wichtiger Rechenzentren für den erfolgreichen Einsatz von KI werden, desto grösser wird auch der Bedarf an objektiven Bewertungsmassstäben. Unternehmen möchten nachvollziehen können, wie nachhaltig und effizient ihre digitale Infrastruktur tatsächlich ist. Unabhängige Standards und Zertifizierungen schaffen hierfür Orientierung. Die Swiss Datacenter Efficiency Association (SDEA) hat hierfür ein Zertifizierungsmodell entwickelt, das Rechenzentren anhand standardisierter Kriterien hinsichtlich ihrer Energie-, CO₂‑ und Ressourceneffizienz bewertet. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, Best Practices sichtbar zu machen und die kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz in der Rechenzentrumsbranche zu fördern. Auch Digital Realty hat sich diesem unabhängigen Bewertungsprozess gestellt. Das Rechenzentrum ZUR2 war das erste Rechenzentrum weltweit, das mit der SDEA Platinum Plus-Zertifizierung, der höchsten Auszeichnung der SDEA, ausgezeichnet wurde. Bewertet werden dabei unter anderem die Energieeffizienz (PUE+), die CO2-Intensität (CUE+) sowie die Wassereffizienz (WUE+). ZUR2 erreichte dabei hervorragende Werte von PUE+1,10, CUE+ 0,02 und WUE+ 0,00. Diese Auszeichnung zeigt, dass leistungsfähige digitale Infrastruktur, hohe Verfügbarkeit und messbare Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind. Gleichzeitig unterstreicht sie die wachsende Bedeutung objektiver und nachvollziehbarer Standards, die Unternehmen eine verlässliche Orientierung bei der Auswahl nachhaltiger Infrastruktur bieten.

Infrastruktur der zukunft

Die Anforderungen an Rechenzentren werden sich in den kommenden Jahren weiter verändern. KI-Anwendungen benötigen höhere Leistungsdichten, grössere Flexibilität und gleichzeitig einen möglichst ressourcenschonenden Betrieb. Mit Leistungsdichten von teilweise über 100 Kilowatt pro Rack stellen KI-Workloads deutlich höhere Anforderungen an Infrastruktur, Energieversorgung und Kühlung als herkömmliche IT-Anwendungen. Dadurch werden intelligente Kühlkonzepte, effiziente Stromversorgung, die Nutzung von Abwärme sowie nachhaltige Gebäudekonzepte immer wichtiger.  Die nächste Generation von Rechenzentren muss nicht nur noch leistungsfähiger, sondern auch nachhaltiger und widerstandsfähiger sein. Für Infrastrukturbetreiber bedeutet das, weit mehr als nur Kapazität bereitzustellen. Gefragt sind Rechenzentren, die den wachsenden Anforderungen von KI-, Cloud- und datenintensiven Anwendungen gerecht werden und zugleich Effizienz, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit miteinander verbinden.

Eine Chance für die Schweiz

Die Schweiz gehört zu den innovativsten Wirtschaftsstandorten Europas. Mit ihrer starken Finanzindustrie, einer weltweit führenden Life-Science-Branche und renommierten Forschungsinstituten bietet sie hervorragende Voraussetzungen für den Einsatz von KI. Gleichzeitig gewinnen Datensouveränität, digitale Resilienz und die sichere Verarbeitung von Daten vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere in regulierten Branchen wie dem Finanz- und Gesundheitswesen wird die Kontrolle über Speicherort und Verarbeitung sensibler Daten immer wichtiger. Für viele Unternehmen wird daher nicht nur die Leistungsfähigkeit einer Infrastruktur entscheidend, sondern auch die Frage, wo Daten verarbeitet und gespeichert werden. Damit dieses Potenzial langfristig ausgeschöpft werden kann, sind kontinuierliche Investitionen in moderne, resiliente und nachhaltige digitale Infrastruktur erforderlich. Unternehmen müssen Zugang zu Infrastrukturen haben, die die Anforderungen von KI-Workloads nicht nur heute, sondern auch in Zukunft zuverlässig unterstützen können. Gleichzeitig muss die Infrastruktur höchste Ansprüche an Datensouveränität, Compliance und Ausfallsicherheit erfüllen. Rechenzentren spielen dabei eine Schlüsselrolle, denn sie schaffen die Grundlage für Innovation, digitale Wertschöpfung und den verantwortungsvollen Einsatz von KI. Denn die Zukunft der KI entscheidet sich nicht allein im Modell, sondern ebenso in der Infrastruktur, die ihren Betrieb ermöglicht. 

© Digital Realty

Zum Autor

Yves Zischek, Managing Director Österreich & Schweiz, Digital Realty

Digital Realty: Nachhaltige Infrastruktur für das KI-Zeitalter Digital Realty investiert kontinuierlich in moderne Rechenzentrumsinfrastrukturen, um den steigenden Anforderungen von KI-Workloads gerecht zu werden. Mit ZUR2 betreibt das Unternehmen das erste Rechenzentrum weltweit, das mit der  SDEA Platinum Plus-Zertifizierung, der höchsten Auszeichnung der Swiss Datacenter Efficiency Association (SDEA), ausgezeichnet wurde. Mit ZUR4 entsteht ein weiteres Rechenzentrum, das speziell für die Anforderungen von KI-, Cloud- und Enterprise-Workloads konzipiert wurde. www.digitalrealty.com 

Dieser Beitrag wurde von Digital Realty zur Verfügung gestellt und stellt die Sicht des Unternehmens dar. Computerworld übernimmt für dessen Inhalt keine Verantwortung.

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